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Entflohener Häftling gefasst

JVA Lübeck Entflohener Häftling gefasst

Der Strafgefangene aus der Justizvollzugsanstalt Lübeck, der bei einem Verwandtenbesuch in Hamburg geflohen ist, ist am Mittwochabend gefasst worden. Das erfuhr KN-online aus Sicherheitskreisen.

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Der am Dienstag entkommene 65-Jährige saß seit Juni 2011 in Lübeck ein.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck/Hamburg. Der 65-Jährige, der zu neun Jahren Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden war, hatte den Besuch bei seiner Schwester in Hamburg-Horn genutzt, um durch ein Fenster zu entwischen.

Er war von einem Justizbediensteten und einen Mitarbeiter der Haftanstalt begleitet worden und offenbar eine Panne in der Absprache der beiden Begleiter ausgenutzt, um zu entwischen. Der Mann war seit 2011 in der JVA Lübeck untergebracht.

Festnahme erfolgte widerstandslos

Am Mittwoch gegen 18 Uhr wurde der 65-Jährige nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in einer Wohnung eines Hamburger Mehrfamilienhauses widerstandslos festgenommen. Er wurde der Untersuchungshaftanstalt Holstenglacis in Hamburg zugeführt.

Schleswig-Holsteins Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack äußerte sich am Abend zur Festnahme: "Ungeachtet dieser Festnahme werden die genauen Umstände der Ausführung und der Flucht des Mannes weiter intensiv aufgearbeitet.“

Häftling sitzt wegen versuchten Mordes ein

Der Mann (65) verbüßt eine Freiheitsstrafe von neun Jahren wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, das reguläre Strafende ist am 10. Februar 2021 erreicht. Im Anschluss daran ist eine Sicherungsverwahrung vorgesehen.

Er hatte nach Angaben der JVA Lübeck seit September 2015 bereits fünf mal unter Aufsicht das Gefängnis verlassen dürfen, ohne dass es zu Problemen gekommen war.

Von KN

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