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Löscheinsatz auf Containerschiff dauert an

Feuerwehr Kiel hilft Löscheinsatz auf Containerschiff dauert an

Nach mehreren gescheiterten Löschversuchen haben die Einsatzkräfte begonnen, den Laderaum eines brennenden Containerschiffs im Hamburger Hafen zu fluten. Mit einem schnellen Ende des Großeinsatzes rechnet die Feuerwehr nicht.

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Die Einsatzkräfte konnten nur von oben ins Schiff einsteigen, um den Brandherd unterhalb der Wasserlinie zu erreichen.

Quelle: Polizei Hamburg

Hamburg. Der Brand auf einem Containerschiff im Hamburger Hafen wird für die Einsatzkräfte immer mehr zum Geduldsspiel. Am Freitagnachmittag begannen Spezialisten, den Laderaum des Schiffs zu fluten. „Wir gehen davon aus, dass irgendwann so viel Wasser im Schiffsrumpf ist, dass das Feuer einfach ausgeht“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Zuvor waren mehrere Löschversuche gescheitert.

Zur Bekämpfung des Feuerers an Bord des Containerfrachters im Hamburger Hafen wurde am Freitag auch die Berufsfeuerwehr Kiel angefordert. Eine speziell ausgebildete und auch ausgerüstete Brandbekämpfungseinheit machte sich am Morgen auf den Weg zum Waltershofer Hafen.

Bis zu 70 Prozent des Laderaums könnten geflutet werden, ohne dass das Schiff weiteren Schaden nehme. Die Maßnahme solle bis zum Abend dauern. Erst dann sei eine Neubewertung möglich.

In der Nacht zum Freitag hatten die Einsatzkräfte den Laderaum mehrfach mit Kohlendioxid begast, um dem Brand den Sauerstoff zu entziehen. So sollte den Einsatzkräften ein Vordringen zum Brandherd ermöglicht werden, einem Container im Bauch des Schiffes. „Das hat nicht funktioniert“, sagte ein Sprecher. Er kündigte an, dass sich der Einsatz noch auf das Wochenende ausdehnen könne.

Mit war der Container beladen ist, war noch unbekannt. Gefahrengut sei nicht in der Nähe des Feuers, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. „Was auf dem Schiff war, ist entweder nicht betroffen oder entladen worden.“

Nach ersten Erkenntnissen entwickelte sich der Brand bei einer Verpuffung während Schweißarbeiten an Bord des Schiffs. Dabei wurden drei Arbeiter verletzt. Seit Donnerstagnachmittag waren mehr als 300 Feuerwehrleute, mehrere Löschboote und Wasserwerfer im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Auseinanderbrechen des Schiffes zu verhindern.

Das unter der Flagge Liberias fahrende Container-Schiff „CCNI Arauco“ ist etwa 300 Meter lang und 48 Meter breit.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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