16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Hamburger Nachhilfeschule im Visier des Verfassungsschutzes

Mögliche "Reichsbürger"-Inhalte Hamburger Nachhilfeschule im Visier des Verfassungsschutzes

Die Nachhilfeschule Dyck in Hamburg-Eimsbüttel ist wegen möglicher Verbindungen zu Inhalten und Vorstellungen der „Reichsbürger-“ und „Selbstverwalter-Szene“ ins Visier des Verfassungsschutzes geraten. Laut deren Homepage plane sie etwa Fortbildungen zu „Germanischer Mythologie“.

Voriger Artikel
Angelina Kirsch und Massimo Sinató sind weiter
Nächster Artikel
2,1 Millionen für Frauenberatung

Der Verfassungsschutz hat eine Hamburger Nachhilfeschule wegen möglicher Verbindungen zur "Reichsbürger"-Szene ins visir genommen.

Quelle: Ulf Dahl (Symbolbild)

Hamburg. Auch „natürlicher Klimawandel“ oder „elektromagnetische Strahlung als Waffe“ fänden sich auf dem Programm, sagte ein Verfassungsschutzsprecher. „Zudem tauchen weitere Begriffe auf, wie sie unter anderem in der „Reichsbürger“-Szene verwendet werden, zum Beispiel „C02-Lüge“, „Chemtrails“ oder „Zwangsimpfung“.“ Martina Dyck von der Nachhilfeschule bezeichnete die Vorwürfe als „Super-Blödsinn“.

Nach Angaben des Verfassungsschutzes wirbt die Schule auch für die der „Reichsbürger“-Szene zuzurechnende Internetseite „staatenlos.info“, die vom „Reichsbürger“ und früheren NPD-Kader Rüdiger Hoffmann betrieben werde und der die Existenz der Bundesrepublik Deutschland verneine und den Fortbestand des „Dritten Reiches“ behaupte. „Die aktuelle gesellschaftliche und politische Realität überzieht Hoffmann mit verschiedenen undifferenzierten und verschwörungstheoretischen Faschismus-Vorwürfen.“ Anhänger der seit vergangenem Jahr in Hamburg verstärkt auftretenden und vom Verfassungsschutz beobachteten heterogenen „Reichsbürger“- und „Selbstverwalter“-Szene verneinten auch die Handlungsfähigkeit deutscher Gerichte und Verwaltungen.

Stattdessen träten sie für die Wiederherstellung des „Deutschen Reiches“ ein und begründeten dies häufig mit dem Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913 oder mit der Verfassung des „Freistaates Preußen“ vom 30. November 1920. „Diese Aktivitäten sind damit als verfassungsfeindliche Bestrebung gegen den Bestand der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Länder zu werten“, betonte der Sprecher.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3