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"CSCL Indian Ocean“ fährt wieder

Havarierter Riesenfrachter "CSCL Indian Ocean“ fährt wieder

Der Frachter „CSCL Indian Ocean“ ist wieder unterwegs. Gegen Mitternacht hat das 400 Meter lange Schiff Hamburg mit Ziel China verlassen. Zuvor waren am Eurokai alle Untersuchungen beendet worden. Außerdem wurde ein Ersatzanker mit einer über 100 Meter langen Kette von einem Ponton an Bord gebracht.

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Nach der Havarie wieder fahrtauglich: Die "CSCL Indian Ocean".

Quelle: Frank Behling (Archivbild)

Hamburg. Die „CSCL Indian Ocean“ war am 3. Februar auf der Elbe auf Grund gelaufen. Erst am Dienstag konnten zwölf Schlepper den Riesenfrachter wieder ins Fahrwasser zurückziehen. Der Rumpf hatte die Havarie nahezu unbeschadet überstanden. Die Maschinen und Ruderanlage waren bereits nach dem Freischleppen wieder in Betrieb genommen worden. Taucher hatten außerdem alle Bereiche des Rumpfes auf etwaige Schäden hin überprüft. Daraufhin hatte die zuständige Klassifikationsgesellschaft (Schiffs-TÜV) dem Frachter die erforderliche Klasse bestätigt und keine Einwände gegen die Weiterfahrt erhoben. Damit konnte auch das Auslaufverbot durch die Berufsgenossenschaft BG Verkehr am Donnerstag wieder aufgehoben werden.

Hier sehen Sie Bilder von der Havarie des Riesenfrachters in der Elbe

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Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg ermittelt jetzt aber weiter. Die Experten der Hamburger Behörde sollen die Ursache des Unfalls vom 3. Januar ermitteln. Ihr Augenmerk gilt jetzt der Ruderanlage. Dort soll sich eine Störung ereignet haben, so dass die  Besatzung während der Fahrt auf der Elbe nach Hamburg das Schiff nicht mehr richtig steuern konnte.

Begegnung mit dem Schwesterschiff

Das erst ein Jahr alte Containerschiff gehört zu den größten Schiffen dieser Art auf der Welt. Die Ladekapazität liegt bei 19000 Standardcontainern. Von Hamburg aus nahm der Frachter in der Nacht zum Freitag zunächst Kurs auf Rotterdam, wo er am Wochenende für die Fahrt nach China voll beladen wird.


Auf der Elbe nahe Brunsbüttel gab es in der Nacht eine Begegnung der „CSCL Indian Ocean“ mit ihrem Schwesterschiff „CSCL Atlantic Ocean“. Auch diese Begegnung der beiden Giganten verlief ohne Probleme in einem speziell erweiterten Fahrwasserbereich. Das Schwesterschiff ist  regulär im Fahrplan und machte um 6 Uhr in Hamburg fest. Die „CSCL Indian Ocean“ muss nun auf dem Weg nach China die mehrtägige Verzögerung durch die Havarie wieder aufholen

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Liegeplatz im Hafen Hamburg erreicht: Der Schlepper "Union Manta" macht am Heck der "CSCL Indian Ocean" fest und übernimmt nach der erfolgreichen Bergung Schleppgeschirr.

Das auf der Elbe havarierte Containerschiff "CSCL Indian Ocean" ist im Hamburger Hafen. Am Dienstagmorgen erreichte das Schiff den Liegeplatz am Eurokai. Dort sollte es bereits am 3. Februar eintreffen. Doch erst in der Nacht zu Dienstag konnten Schlepper den am Ruder geschädigten Frachter von einer Sandbank ziehen.

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