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Helge Albrecht snackte am besten Platt

Poetry Slam Helge Albrecht snackte am besten Platt

Sechs Slammer, sechs Minuten und jedes Mal Plattdeutsch: Im Kieler Landeshaus ging es am Dienstag beim Poetry Slam der besonderen Art hoch her. Am Ende konnte Student Helge Albrecht den Dichterwettstreit für sich entscheiden.

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Helge Albrecht konnte den Poetry Slam op Platt im Landeshaus für sich entscheiden.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Bluse und Hemd statt Häkelmütze und Kapuzenpullover: Eigentlich wollten Landtag und NDR 1 Welle Nord mit dem Poetry Slam up Platt eine jüngere Zielgruppe für das Niederdeutsche begeistern: Schüler, Studenten, Azubis. Stattdessen führte man im Plenarsaal ein Publikum in die Kunst der Dichterschlacht ein, das Schule oder Universität schon länger hinter sich gelassen hat. So oder so war es für viele eine neue Erfahrung.

Regeln wurden erläutert

Aus diesem Grund nahmen sich die Moderatoren Björn Högsdal und Ines Barber zu Beginn etwas mehr Zeit, um die Regeln zu erläutern: Jeder Slammer hat ein Zeitlimit von sechs Minuten, in der ersten Runde entscheidet die Publikumsjury, danach wird nach Applaus gewertet, singen ist nicht erlaubt, und ansonsten gilt: "Zwischen Quatsch mit Sprache und echter Literatur ist alles zugelassen", so Högsdal.

Eine Kombination aus Boßeln und Rummelpott

Jungspund Helge Albrecht konnte den Abend im Landtag für sich entscheiden. Schon in der ersten Runde hatte der geübte Slammer aus Kiel mit einem Gedicht über einen Gärtner, der aus Versehen Marihuana anbaut, die Lacher und Punkte auf seiner Seite. Im Finale legte er mit einem Text zur extrem kultverdächtigen Kombination von Boßeln und Rummelpott wortgewaltig nach und verwies das plattdeutsche Multitalent Anni Heger auf Platz zwei.

Als weitere Slammer traten Annika Blanke, Jan Graf, Achim Kussmann und Matthias Stührwohldt an.

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