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Herr Liebing und ein Schaf

Heute-Show im ZDF Herr Liebing und ein Schaf

Für manchen Zeitgenossen mag es eine große Ehre sein, in einer so populären Satiresendung wie der „Heute-Show“ (ZDF) von Oliver Welke durch den Kakao gezogen zu werden – und so einem Millionenpublikum bekannt zu werden.

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Hat es in die „Heute-Show“ geschafft: Ingbert Liebing, Vorsitzender der Nord-CDU.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Denken wir nur an Rainer Brüderle, der dank Welke und pfälzischer Untertitel Kultstatus errang. Für Ingbert Liebing, Bundestagsabgeordneter, Spitzenkandidat der CDU in Schleswig-Holstein und durchaus noch nach größerer Popularität im Norden suchend, dürfte diese Ehre eher zweifelhaft sein.

 Flüchtlingspolitik steht bei Welkes jüngster Politshow ganz oben auf dem Zettel. Ausgangspunkt für seine Spitzen gegen Liebing ist dessen kürzlich gemachte Äußerung, Medien sollten angesichts einer „zunehmend kippenden Stimmung in der Bevölkerung“ nicht nur ankommende Flüchtlingsbusse zeigen, sondern auch abfahrende. Liebings Wort von einer „Verabschiedungskultur“ stößt bundesweit schnell auf Kritik.

Hier finden Sie den Ausschnitt ab Minute 6.18 - 7.45. 

 Und dann kommt Welke, rückt einen ihm „bis vor kurzem völlig unbekannten CDU-Mann“ in den Fokus. Welke, der sich nach eigenen Worten ja „normalerweise“ nicht in schleswig-holsteinische Wahlkämpfe einmischt („Was Ihr da oben macht auf Eurer Wiese, wen juckt’s?“), hat via „Schleswig-Holstein-Webcam“ nur eine Bitte: „Wählt auf keinen Fall diesen Mann. Der braucht Hilfe.“ Welke, bierernste Miene, streckt ein Porträtfoto Liebings in die Kamera. Ihm persönlich sei „völlig egal, wen ihr stattdessen wählt“, sagt Welke und wechselt die Bildtafel aus. „Von mir aus dieses Schaf.“

 Und was sagt die Union im Norden dazu? „Das ist Kabarett, deshalb müßig, sich darüber aufzuregen“, findet Axel Bernstein, medienpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Pfiffige Ideen durch derbes Draufdreschen zu ersetzen, tue dem so stark gestarteten TV-Format allerdings gar nicht gut. Liebing selbst bleibt am Montag auf Anfrage in seinem Kieler Büro stumm. Über den stellvertretenden Landesgeschäftsführer lässt der Ministerpräsidenten-Kandidat lediglich ausrichten, dass er sich über den Welke-Beitrag amüsiert habe.

 Stattdessen sorgt sich während laufender „Heute-Show“ ein Wismaraner um seinen Ruf. Stefan Liebich, der für die Linke im Bundestag sitzt, teilt via Twitter mit: „Bitte nicht verwechseln: MdB Liebing und MdB Liebich. Danke.“

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Ein Artikel von
Curd Tönnemann

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