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Broschüre weist Weg zu frischem Kuchen

Bauernhofcafés Broschüre weist Weg zu frischem Kuchen

Die Landwirtschaftskammer legt eine neue Broschüre vor: 96 Bauernhofcafés in ganz Schleswig-Holstein werden empfohlen. Eines ist auf dem Obsthof Stubbe in Rieseby.

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So sieht süße Verführung aus: Mareike Holst, Karin Böge und Marzena Amelung (von links) vom Obsthof Stubbe an der Schlei präsentieren selbstgebackene Torten und Blechkuchen.

Quelle: Sven Janssen

Rieseby. Marzena Amelung ruckelt an der Pfanne, Geflügelleber fliegt in die Höhe. Mit dem Pfannenwender nimmt sie ein Stück raus, schneidet es in Scheiben. Sie greift hinter sich, nimmt ein weißes Porzellanschälchen, und füllt es mit Kartoffelsuppe. Die Fleischscheiben legt sie darauf, mahlt Pfeffer darüber und verteilt Sonnenblumenkerne. Alles geht schnell, jeder Handgriff sitzt. Ihr Hofcafé auf dem Obsthof Stubbe in Rieseby gehört zu den 96 Cafés aus ganz Schleswig-Holstein, die jetzt eine von der Landwirtschaftskammer herausgegebene Broschüre vorstellt. Direkt an der Lindaunisser Brücke gelegen, können die Cafégäste hier frühstücken, einen täglich wechselnden Mittagstisch probieren, selbstgebackenen Kuchen essen und währenddessen einen wunderbaren Blick auf die Schlei genießen.

Seit fünf Jahren leitet die 43-Jährige das Hofcafé auf dem Obsthof Stubbe in Rieseby. Im Sommer ist sie fast jeden Tag hier, im Winter hat das Café montags und dienstags geschlossen. „Das brauchen wir auch, um für den Sommer Kraft zu tanken“, sagt Marzena Amelung und lacht. Seit sieben Uhr steht sie schon in der Küche im Hofcafé. Erst hat sie die Kuchen gebacken, dann noch das Mittagessen vorbereitet. Alles macht sie hier selbst, aus regionalen Lebensmitteln wie sie betont. Die ersten Gäste kommen um kurz nach neun Uhr zum Frühstück. „Wir haben einige Stammkunden, die fahren auf dem Weg vom Einkaufen hier um kurz nach neun vorbei und wollen dann schon ihren Streuselkuchen essen. Dann muss der also fertig sein“, sagt die Cafébetreiberin.

Streuselkuchen ist die Hausspezialität

Der Streuselkuchen sei die Spezialität des Hauses, sagt sie. Damit habe der Cafébetrieb auf der Obstplantage vor fast 20 Jahren begonnen. „Je nach Saison haben wir damals verschiedene Obstkuchen mit Streuseln gebacken und in einem Zelt und einer kleinen Holzhütte den Kunden, die Obst kauften, angeboten“, erzählt Amelung. Sie war von Anfang an dabei. Vor 22 Jahren sei sie nach dem Abitur als Au-pair aus Polen nach Rieseby auf das Gut Stubbe gekommen. „Und dann bin ich hier hängengeblieben“, sagt sie lachend.

Gelernte Bäckerin ist sie nicht, aber schon immer habe sie gern Kuchen gebacken, sagt Marzena Amelung. Viele Rezepte, die sie verwendet, hat sie von ihrer Oma oder ihrer Mutter. „Mein Vater war zwar Bäcker, aber ich habe vor allem mit meiner Mutter in der Küche gestanden.“ Oft probiere sie Sachen auch einfach aus. „Das Rezept für die Stachelbeertorte war eigentlich mit Kirschen. Aber irgendwann waren die Kirschen aus, da habe ich einfach Stachelbeeren genommen. Die Torte kommt jetzt viel besser an.“

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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