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Ein Festival, das es nicht gibt

Ticketbetrug Ein Festival, das es nicht gibt

Über 50 nationale und internationale DJs aus der Elektromusik-Szene sollten am zweiten Augustwochenende nach Hohenlockstedt anreisen, um auf dem „Electric Wolf Festival“ auf dem Fluggelände Hungriger Wolf vor rund 10000 Menschen für Stimmung zu sorgen.

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Ein Klick genügt: Tickets wurden bei Facebook verkauft.

Quelle: Ulf Dahl

Hohenlockstedt. Das dachten jedenfalls zahlreiche Fans und kauften sich im Internet Tickets im Wert von bis zu 100 Euro. Dieses Festival wurde jedoch nie genehmigt, es gibt aber weiterhin Karten über das Facebook-Profil der Veranstalter zu kaufen.

 Der Ärger der Ticketkäufer ist groß: Sie fühlen sich betrogen, erreichen den Veranstalter nicht und einige haben sogar extra Urlaub eingereicht, um auf das Festival gehen zu können. Plakate mit einer Aufzählung der Top-Acts wie Jan Leyk, Jayfrog oder Stefan Babuck warben für die Veranstaltung, das angeblich vom 7. bis 9. August steigen sollte. Tickets konnten dort auch direkt bestellt werden. Aber alle diese Werbemaßnahmen galten einem Event, dass es nie geben wird und dort auch noch nie gegeben hat. Ein Mitglied der veranstaltenden Eventagentur IFCM besuchte am 20. November 2014 das Ordnungsamt Kellinghusen, um zu erfragen, welche Auflagen für das Festival erfüllt werden müssen, damit es genehmigt wird. „Wir haben über die Auflagen Auskunft gegeben, aber ihm gleichzeitig mitgeteilt, dass das „Electric Wolf Festival“ nicht genehmigt werden wird“, erklärte ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Auf dem Flugplatz sind aus Lärmschutzgründen nur zehn Veranstaltungen im Jahr erlaubt und diese sind bereits verplant.

 Dennoch wurde das Festival beworben und Tickets im Wert von 25 bis 100 Euro verkauft. Die „Electric-Wolf“-Homepage wurde vom Netz genommen, aber der Facebook-Auftritt mit Ticketkaufoption besteht weiterhin. Wer genau hinter der Eventagentur IFCM steckt, ist nicht bekannt. Verschiedene Männer hatten mit den Behörden Kontakt. Auf Facebook gibt es nur eine Email-Adresse, und bei auf der IFCM-Homepage angegebenen Rufnummer meldet sich stets die Mailbox. Auch ist unklar, wie viele Tickets verkauft wurden. „Wer Karten erworben und das Geld nicht vom Veranstalter zurück bekommen hat, sollte Anzeige erstatten“, rät die Polizeidirektion Itzehoe: „Generell können wir nur empfehlen, sich beim Ticketkauf im Internet im Vorwege zu erkundigen, ob die Veranstaltung tatsächlich stattfindet“.

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