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Klassiker auf dem Laufsteg

Holstenhallen Neumünster Klassiker auf dem Laufsteg

Vom Cabrio aus den 1930er Jahren bis zum Leichenwagen boten am Wochenende die Klassiker-Tage in den Holstenhallen für Autofans ein sehenswertes Spektrum. Rund 11000 Besucher ließen sich den Besuch der Oldtimer-Messe nicht entgehen.

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Ein Autolexikon auf zwei Beinen: Georg Meyering wusste zu jedem Oldtimer, der am Wochenende auf der Rampe vorfuhr, sämtliche Details.

Quelle: Leng

Neumünster. Die Klassiker-Tage sind ein „Kind“ der Holstenhallen. Vor drei Jahren startete die Messe für Fans von zwei- und vierrädrigen Oldtimern zunächst noch als Versuchsballon. Mittlerweile erfreut sich die Schau großer Beliebtheit bei einer stetig wachsenden Zahl von Autoenthusiasten aus ganz Norddeutschland. „Es gibt nur wenige Gelegenheiten derart viele Klassiker zu sehen wie hier in Neumünster“, begründete Eberhard Schlieger seine weite Anfahrt aus Pattensen.

 Der ständig umlagerte „Laufsteg“ für Schönheiten aus vergangenen Zeiten war wie schon in den Vorjahren die Rampe auf dem Außengelände, auf der Autoexperte Georg Meyering aus dem westfälischen Rosendahl sein schier unglaubliches Wissen präsentierte. Im Akkord rollten chromblitzende Oldtimer auf die Rampe. Zu jedem Fahrzeug wusste Meyering ohne Vorbereitung die kleinsten Details. Baujahr, Motorleistung und Besonderheiten wurden von dem „Autolexikon auf zwei Beinen“ schon beim Anrollen zum Besten gegeben. Nur als Silvia Henning den Laderaum ihres Leichenwagens auf der Basis eines Ford Granada, Baujahr 1985, mit einem von der Firma Pullmann angefertigten Spezialaufbau, öffnete und ein Sarg zu betrachten war, versagte für einen kurzen Moment die Stimme des Experten. „Es war schon immer ein Wunsch von mir, einen Leichenwagen zu besitzen“, erklärt die Neumünsteranerin, warum sie das Fahrzeug vor elf Jahren käuflich erworben hat. Den Sarg habe sie im Internet ersteigert und mit einer selbstgebastelten lebensgroßen Puppe ausstaffiert.

 In den Ausstellungshallen gab es neben Themenausstellungen mehrerer Automarken, darunter auch eine Schau historischer Audi-Fahrzeuge im neuen Foyer, sowie Stände, an denen Ersatzteile für Oldtimer angeboten wurden. Wer seine Fahrkünste testen wollte, hatte dazu Gelegenheit bei der Gleichmäßigkeitsprüfung des Motorsportclubs Neumünster auf dem Außengelände. Der Parcours musste bei der ersten Runde mit einer vorgegeben Geschwindigkeit von 18, 7, bei der zweiten mit 20,8 Stundenkilometern durchfahren werden. „Wir sind mit der Besucherzahl sehr zufrieden und haben das Vorjahresergebnis um rund 1000 Zuschauer toppen können“, berichtete Christoph Honnen von den Holstenhallen.

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