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Hunderte feiern Eröffnung der 2. Störbrücke

Itzehoe Hunderte feiern Eröffnung der 2. Störbrücke

Die Autobahn-Brücke in Itzehoe ist fertig: Die Arbeiter feierten die Einweihung der Störbrücke mit einem öffentlichen Bürgerfest. Aber ohne Autos. Die Gäste mussten alle zu Fuß kommen. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) stufte das Bauwerk als Projekt von großer Bedeutung für Schleswig-Holstein ein.

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 Mit einem Bürgerfest wird die Eröffnung der zweiten Autobahnbrücke über die Stör in Itzehoe (Schleswig-Holstein) gefeiert.

Quelle: Wolfgang Runge/dpa

Itzehoe. Zur Einweihung der neuen Störbrücke in Itzehoe haben ausnahmsweise die Fußgänger Vorrang: Hunderte Schaulustige nutzten am Sonnabend die Gelegenheit zu einem Spaziergang in luftiger Höhe. Die neue Fluss-Querung ist Teil eines rund 159 Millionen Euro teuren „Lückenschlusses“ der Autobahn zwischen Hamburg und Heide. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) wird die Brücke für Autofahrer voraussichtlich vom 10. November 2015 an freigegeben. Bislang wird dort auf sechs Kilometern Länge die A23 mit der Bundesstraße 5 „überbrückt“. Mit jetzt zwei parallelen Brücken ist ein vierspuriger Ausbau der B5 zur A23 möglich.

Schleswig-Holstein Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) sagte, die Autobahn 23 mit ihrer Verlängerung als B 5 bis an die Grenze zu Dänemark sei die Haupterschließungsachse für die Westküste: „Deshalb sind der Lückenschluss der A 23 bei Itzehoe und der Ersatz der alten Störbrücke ein Projekt von großer Bedeutung für Schleswig-Holstein.“

„Eine moderne und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist ein Schlüsselelement für Wachstum und Beschäftigung im Land “, ergänzte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann. „Mit dem Bau der A 23 leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätssicherung der Bürger und zur wirtschaftlichen Standortsicherung der Region.“

Die Autobahn zwischen Hamburg und Heide wurde offiziell im Jahr 1990 fertiggestellt. Bislang verengt sich die vierspurige Autobahn zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Süd und Itzehoe-Nord zur dreispurigen Bundesstraße 5. Sie wurde in diesem Bereich ursprünglich als Ortsumgehung Itzehoe geplant. Sie führte mit der alten Störbrücke, die in den Jahren 1965 bis 1967 gebaut wurde, unter anderem durch dicht bebaute Gewerbe- und Wohngebiete. Die Brücke war zu schmal für den Ausbau zu einer vierspurigen Autobahn. 25 Jahre später kann jetzt diese 7770 Meter lange Lücke geschlossen werden.

Die neue Fluss-Querung besteht aus zwei parallel liegenden und jeweils exakt 1161 Meter langen Konstruktionen: 455 Meter Vorland-Brücke im Süden, 586 Meter Vorlandbrücke im Norden und einer 120 Meter langen Stahlkonstruktion dazwischen. Dabei soll die neue Störbrücke als Richtungsfahrbahn Hamburg dienen. Die Fertigstellung des gesamten A23-Lückenschlusses Itzehoe ist für Ende Juni 2016 nach dem Bau des letzten noch fehlenden, rund zwei Kilometer langen Teilstückes der Fahrtrichtung Heide im Bereich Breitenburg-Nordoe geplant. Der symbolische erste Spatenstich für den Ausbau der B5 zur Autobahn 23 erfolgte im März 2006.

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