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Frau findet 3000 Euro in Sahnespender

Husum Frau findet 3000 Euro in Sahnespender

Was tut man, wenn man 3000 Euro findet? Für eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien war sofort klar: „Wir müssen den Eigentümer des Geldes finden.“ Eine Geschichte mit einem traurigen Anfang und einem guten Ende.

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Was tut man, wenn man 3000 Euro findet?

Quelle: Sven Hoppe/dpa (Symbolfoto)

Husum. Am Anfang stand eine erschütternde Nachricht. Ein Hamburger erfährt, dass seine Mutter plötzlich in Husum an einem Schlaganfall gestorben ist. Nach der Beerdigung steht die Auflösung der Wohnung an. Der Sohn fährt nach Husum, veranstaltet eine öffentliche Haushaltsauflösung und verschenkt bei dieser Gelegenheit auch etliche Haushaltswaren. Eine der Beschenkten ist eine zweifache Mutter aus Syrien. Sie bekommt den Sahnespender der alten Dame.

Irgendwann macht sich die junge Frau daran, den Sahnespender zu reinigen. Sie schraubt ihn auf – und entdeckt darin zwei zusammengerollte Briefumschläge. Inhalt: jeweils 1500 Euro.

Für die Frau und ihren Mann steht sofort fest, dass sie das Geld dem Erben der alten Dame zurückgeben wollen. Aber wie können sie ihn finden?  Das Ehepaar sucht Hilfe bei einem Nachbarn, dem sie vertrauen. Dieser findet den Erben und stellt den Kontakt her.

Der Hamburger freut sich riesig. Hatte doch seine Mutter ihm mehrfach von einer Geldreserve erzählt, aber vor dem Tod nicht mehr das Versteck verraten können. Er fährt wieder nach Husum, besucht das Ehepaar, nimmt das Geld in Empfang und bedankt sich mit einem Brief auf arabisch und dem Finderlohn. Ob sie denn überlegt haben, ob sie das Geld nicht behalten sollen, will er noch wissen. Nein, antwortet ihm der Moslem, das sei mit seiner Religion nicht vereinbar.

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