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Nordfriesland bremst Windkraft aus

Husum Nordfriesland bremst Windkraft aus

Mit Naturschutz gegen Ökostrom: Um in vier geplanten Landschaftsschutzgebieten neue Windkraftanlagen zu verhindern, hat Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen die Flächen einstweilig sichergestellt. Der Schutz des Landschaftsbildes und der Kulturgeschichte sei vielen Menschen wichtig.

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Sie sollen sich in Nordfriesland künftig weniger drehen: Windräder.

Quelle: dpa

Husum. So begründete Harrsen (Wählergemeinschaft Nordfriesland) den Schritt einer Mitteilung zufolge. In den Gebieten, die rund 22 Prozent des Kreises ausmachen, sollen durch die Sicherstellung bereits jetzt neue Windmühlen gestoppt werden. „Nach den Sommerferien werden wir den Erlass endgültiger Schutzgebietsverordnungen vorbereiten“, kündigte er an.

Landwirtschaft bleibt unbetroffen

Für die Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft ändere sich auf den Hunderte Quadratkilometer großen Gebieten nichts, versicherte Harrsen. „Landwirte müssen also nicht befürchten, dass unsere Verordnungen etwa den Bau neuer Ställe erschweren könnten“, teilte er mit. Bis Frühjahr 2018 sollen die neuen Landschaftsschutzgebiete Wiedingharder und Gotteskoog, die Geest- und Marschlandschaften der Soholmer Au und der Arlau sowie die Ostenfeld-Schwabstedter Geest mit vorgelagerter Marsch ausgewiesen sein.

Auch Dithmarschen will große Flächen als Landschaftsschutzgebiete ausweisen, um dort neue Windkraftanlagen zu verhindern. Am 1. Juli hatte Landrat Jörn Klimant (parteilos) dafür die Gebiete Hohe Geest und Rüsdorfer Moor einstweilig sichergestellt.

Von dpa

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Kommentar

Was nützt es, einen Landstrich als charakteristisch einzustufen, wenn dort am Ende doch ein Windrad nach dem nächsten die Natur zum Öko-Industriegebiet macht?

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