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Rotavirus macht den Norden unsicher

Infektion Rotavirus macht den Norden unsicher

Im Norden ist das hochansteckende Rotavirus auf dem Vormarsch. In diesem Jahr wurden beim Robert-Koch-Institut bis Mitte Oktober bereits 1019 Infektionen aus Schleswig-Holstein registriert. Dies sind 61 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahres-Zeitraum. Im gesamten Jahr 2016 waren es 717 Fälle.

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Etwa die Hälfte aller Kinder, die an einer Rotavirus-Infektion leiden, wird im Krankenhaus behandelt.

Kiel. „Rotaviren verursachen Durchfall, Erbrechen und Fieber. Das kann vor allem für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich werden, weil sie sehr schnell viel Flüssigkeit verlieren“, warnte Thomas Wortmann, Landesgeschäftsführer der Barmer, gestern.Die mit Abstand meisten Erkrankungsfälle wurden aus Nordfriesland gemeldet. Während dort 109 Fälle auf 100000 Einwohner kommen, sind es im Kreis Rendsburg-Eckernförde sechs. In Kiel sind bisher 44 Infektionen bekannt, im Kreis Segeberg 52 und in Ostholstein 53.

Für Erwachsene verläuft die Virusinfektion nur in seltenen Fällen schwer. Der Grund: Ihr Immunsystem ist auf den Erreger eingestellt, weil sich die meisten Menschen nach Abschluss des fünften Lebensjahres schon einmal mit dem hochansteckenden Virus infiziert haben. Sowohl die Ständige Impfkommission als auch die Barmer raten deshalb zu Impfungen gegen das Virus. Die Schluckimpfung besteht aus zwei bis drei Einheiten und kann bei Säuglingen bereits im Alter von sechs bis zwölf Wochen vorgenommen werden. „Dann sind sie etwa zwei bis drei Jahre geschützt, also genau für die Zeit, in der eine Infektion besonders schwer verlaufen kann“, so Wortmann.

Von kn online

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