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Seenotretter laden auf ihre Schiffe ein

Infotag Seenotretter laden auf ihre Schiffe ein

Einmal im Jahr präsentiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sich der Öffentlichkeit. Tausende Menschen kommen dann zu den Stationen an Nord- und Ostsee, um sich von den Besatzungen über die häufig gefahrvolle Arbeit zu informieren.

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Mit Schiffsbesichtigungen und Rettungsvorführungen feiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntag ihren „Tag der Seenotretter“.

Quelle: Ingo Wagner/dpa

Büsum/Laboe . Mit Schiffsbesichtigungen und Rettungsvorführungen feiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntag ihren „Tag der Seenotretter“. An vielen Stationen an Nord- und Ostsee berichten die Besatzungen der Rettungskreuzer über ihre oft gefahrvolle Arbeit. In Schleswig-Holstein machen rund ein Dutzend DGzRS-Stationen zwischen Büsum und List/Sylt über Laboe bis Grömitz und Eckernförde bei der Aktion mit.

Im nördlichsten Bundesland befinden sich 23 der insgesamt 54 DGzRS-Stationen, acht von ihnen an der Nordseeküste, die anderen 15 an der Ostseeküste. Sie verfügen über jeweils vier Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot an Nord- und Ostsee, die rund um die Uhr besetzt sind. Dazu kommen 15 ausschließlich von Freiwilligen-Besatzungen gefahrene Seenotrettungsboote - drei an der Nordsee- und zwölf an der Ostseeküste. Im vergangenen Jahr mussten die Lebensretter in Schleswig-Holstein insgesamt 980 Mal ausrücken, sagte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey. Dabei konnten sie an der Nordseeküste bei 255 Einsätzen zwei Menschen aus Seenot retten und weitere 21 aus Gefahrensituationen befreiten. An der Ostseeküste seien bei 725 Einsätzen 40 Menschen aus Seenot gerettet und 253 aus Gefahrensituationen befreit worden, sagte Stipeldey.

Nach Angaben von Stipeldey werden die Einsatzzahlen der DGzRS in den kommenden Jahren weiter auf hohem Niveau bleiben. Unter anderem, weil der Seeverkehr in den ohnehin dicht befahrenen Revieren von Nord- und Ostsee nach wie vor zunimmt: „Immer mehr und immer größere Schiffe laufen deutsche Häfen an, und auch die Zahl der Wassersportler steigt kontinuierlich“, sagte er. Insbesondere für die Ostsee erwarten Seeverkehrsexperten eine deutliche Zunahme des Schiffsverkehrs in den kommenden Jahren. „Die Seenotretter sind deshalb künftig also eher mehr als weniger gefragt.“ Die DGzRS finanziert ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Spenden.

dpa

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