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Spitzennoten für Gymnasien in Lübeck und Kiel

Interaktive Karte Spitzennoten für Gymnasien in Lübeck und Kiel

Wenig überraschend: Die traditionellen Gymnasien in Schleswig-Holstein brachten wieder die besten Abiturschnitte hervor. Vielleicht überraschend: Die G8-Abiturienten schnitten nicht deutlich schlechter ab als ihre ein Jahr länger lernenden Mitschüler.

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Traditionsreiche Gymnasien wie das Katharineum in Lübeck oder die Kieler Gelehrtenschule liefern seit Jahren die besten Abitur-Noten.

Quelle: Screenshot: Google Maps

Kiel. Nachdem im vergangenen Sommer die große Abgangswelle eines doppelten Abi-Jahrgang aus den Schulen ins wahre Leben hinausschwappte, blieb für die Piraten-Fraktion im Landtag noch eine wichtige Frage offen: Hatten die an den Gymnasien parallel laufenden G8- und G9-Bildungsgänge Auswirkungen auf den Leistungsstand der Schüler, der beispielsweise an einem Abiturnotenvergleich ablesbar wäre? Das Bildungsministerium legte jetzt als Antwort Zahlen der Abi-Durchschnittsnoten aller 99 Gymnasien des Landes vor. Signifikante Leistungsunterschiede zwischen Schülern des Doppeljahrgangs und denen vorhergehender Abi-Jahrgänge bestünden dabei aber nicht, hieß es.

 Trotzdem zeigt sich bei der Betrachtung zumindest ein gewisser Trend: So liegen die traditionsreichen Gymnasien wie das Katharineum in Lübeck (aktuell Platz eins, Abi-Durchschnitt 2,19) oder die Kieler Gelehrtenschule seit Jahren an der Spitze. Das Thor-Heyerdahl-Gymnasium in Kiel-Mettenhof mit vielen sozialen Problemen liegt hingegen seit Jahren deutlich unter dem Landesmittelwert von 2,46.

 Für den renommierten Kieler Bildungsforscher und Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Prof. Olaf Köller, ist dies aber kein Indiz für gute oder schlechte pädagogische Arbeit an den Gymnasien. „Die guten Schüler aus gutem Hause wären an einer vielleicht weniger angesehenen Schule sicher genauso gut.“

 Wissenschaftlich betrachtet, gebe es bei der Wahl der Schule eine so genannte Eingangsselektivität. Das bedeute: Sozial und finanziell gut gestellte Familien achteten bei ihrer Wahl ganz besonders auf spezielle Förder- und Unterrichtsangebote an den Gymnasien. Zudem stehe solchen Familien natürlich auch mehr Geld zur Verfügung, um ihren Kindern bei eventuellen Leistungstiefs Nachhilfeunterricht zu finanzieren.

Nach Einschätzung des Bildungsforschers ist diese Eingangsselektivität aber „nicht weiter schlimm“. Abgesehen davon, dass es politisch kaum möglich sei, darauf Einfluss zu nehmen, gebe es für den Lernerfolg der Schüler einen weit wichtigeren Aspekt: „Die Wahl der Schule sollte den Interessen und dem Leistungsvermögen des Kindes so weit wie möglich entsprechen.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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