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Wo der meiste Verkehr auf Autobahnen rollt

Interaktive Karte Wo der meiste Verkehr auf Autobahnen rollt

Der Verkehr auf Bundesstraßen und Autobahnen in Schleswig-Holstein hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Das belegen Zahlen, die die Bundesanstalt für Straßenwesen veröffentlicht hat.

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Der Verkehr auf den Autobahnen in Schleswig-Holstein nimmt rasant zu.

Quelle: Carto.com

Kiel. Demnach stieg der Verkehr auf einigen der Straßen im Land um fast 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010, als die Bundesanstalt zuletzt Zahlen veröffentlicht hatte.

  • Platz 1: Die meisten Autos, Busse und Lastwagen drängeln sich auf der Autobahn 1 von Ahrensburg nach Stapelfeld. 95100 Fahrzeuge zählte die Bundesanstalt dort im Schnitt innerhalb von 24 Stunden. Im Vergleich zu 2010 stieg der Verkehr um elf Prozent.
  • Platz zwei der meistbefahrenen Autobahnabschnitte in Schleswig-Holstein: die A1-Strecke von Stapelfeld nach Barsbüttel mit 93200 Fahrzeugen pro Tag. Plus 28 Prozent.
  • Auf Platz drei folgt der Abschnitt von Pinneberg-Süd nach Halstenbek/Rellingen auf der Autobahn 23 mit 88600 Wagen. Plus 19 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass die Autobahnen rund um Hamburg zu den am stärksten befahrenen im Land zählen.

Interaktive Karte: Autobahnverkehr in Schleswig-Holstein

„Der Anstieg der Zahlen kommt keineswegs überraschend“, so ADAC-Sprecher Ulf Evert. „Der ADAC Schleswig-Holstein hat seit vielen Jahren auf die steigenden Verkehre und die damit verbundene Mehrbelastung des Straßennetzes hingewiesen.“ Der Automobil-Club begründet den Anstieg damit, dass der Güter- und der touristische Verkehr zugenommen habe. Schleswig-Holstein als Transit- und Urlaubsland sei davon besonders betroffen. Außerdem sei der öffentliche Nahverkehr „in vielen Gegenden des Landes keine Alternative“. Die Folge: Menschen stiegen aufs Auto um, statt Bus und Bahn zu nutzen. Hinzu komme: „Das Straßennetz ist nicht mitgewachsen“, sagte Evert.

Er forderte, dass der Bund wichtige Verkehrsprojekte im Land zu Ende bringe. Als Beispiele nannte er die Autobahn 20 mitsamt der Elbquerung, die Autobahn 21 bis Kiel und den Ausbau der Autobahn 23. Außerdem müsse der Bund „die Autobahn 7 weiter ertüchtigen und insbesondere den Neubau der Rader Hochbrücke zeitnah und klagefest angehen“.

An das Land appellierte Evert, sanierungsbedürftige Straßen schnell instand zu setzen. Weit oben auf der Liste sollten dabei jene Projekte stehen, für die der Bund Geld hinzu schießt. Das Land Schleswig-Holstein hatte das Jahr 2016 mit einem Rekordplus von 565 Millionen Euro abgeschlossen. Davon sollen 385 Millionen Euro dazu dienen, Schulden abzubauen. Die Opposition hatte unter anderem gefordert, mehr Geld in Straßen zu stecken.

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Ein Artikel von
Robert Michalla
Wirtschaftsredaktion

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