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Hirsche jetzt auf der Pirsch

Jagdsaison Hirsche jetzt auf der Pirsch

Der Landesjagdverband warnt: Pünktlich zum Start der Jagdsaison in Schleswig-Holstein führt die Brunft der Hirsche zu vermehrten Wildwechseln auf den Straßen. Autofahrer sollten jetzt besonders achtsam unterwegs sein.

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Leuchtend rote Warnkleidung statt grüner Rock: Die Jäger blasen wieder zur Jagd.

Quelle: Oliver Berg

Flintbek. In den Herbst fällt die Brunft des Damwildes, doch nicht nur die liebestollen Hirsche zieht es derzeit über die Straßen: „Der Herbst ist die Zeit, in der das Wild vermehrt umherzieht, daher sollten die Autofahrer in diesen Tagen besonders auf Wildwechsel achten“, erklärt Andreas Schober, Geschäftsführer beim Landesjagdverband in Flintbek.

 Denn nicht nur die Brunft lässt es zu vermehrtem Wildwechsel auf den Straßen kommen, der Herbst ist sozusagen die Erntezeit des Jägers. „Aus dem Wildbestand, den die Jäger über das Jahr beobachtet haben, gilt es nun, eine gewisse Anzahl von Wildtieren zu entnehmen, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird.“ Die Worte von Schober klingen schlüssig, denn durch die Jagd wird regulierend in den Bestand des Wildes eingegriffen. Dabei ist es egal, ob es sich um Niederwild wie Hase und Ente oder um so genanntes Hochwild wie das Damwild handelt.

 Das sonst eher dezente grüne Outfit wird gegen leuchtend rote Warnkleidung getauscht, wenn die Gesellschaftsjagden beginnen. „Dabei werden Wildtiere wie Wildschweine, Rehe, Dam- oder Rotwild durch Treiber und stöbernde Jagdhunde beunruhigt und es kann leider auch passieren, dass sie in hohem Tempo Verkehrswege kreuzen“, erklärt Schober. „80000 Stück werden landesweit jährlich an Schalenwild gestreckt, dazu gehören auch Reh- und Damwild. Ein Großteil des Wildes wird auf den so genannten Bewegungsjagden erlegt“, so Schober.

 Auf die Brunft und den damit verbundenen erhöhten Wildwechsel weisen die Revierinhaber häufig mit entsprechenden Schildern hin. „Diese Warnschilder mit den abgebildeten Hirschen haben immer ihre Berechtigung, dort ist es in der Regel sinnvoll, langsamer zu fahren, um Wildunfälle zu vermeiden“, ist Schober sicher. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Wildtieren nimmt landesweit zu, laut Landespolizeiamt hat es 2014 insgesamt mehr als 13600 Unfälle mit Tieren gegeben (2013 waren es 13200), die Zahl der Verletzten stieg von 170 auf 179, in beiden Jahren gab es jeweils einen Toten.

 Bei Jagden werden häufig Schilder mit der Aufschrift ,Heute Jagd’ installiert, um Verkehrsteilnehmer, Radfahrer, Jogger oder auch Reiter auf vermehrten Wildwechsel oder Lärm durch bellende Hunde hinzuweisen. „Auch diese Schilder sollten nicht ignoriert werden“, betont der Geschäftsführer.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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