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Doppelsieg für Elly-Heuss-Knapp-Schule Neumünster

„Jugend forscht“ SH Doppelsieg für Elly-Heuss-Knapp-Schule Neumünster

Beim Landesfinale von „Jugend forscht“ errangen am Donnerstag gleich zwei Projekte der Neumünsteraner Elly-Heuss-Knapp-Schule einen ersten Platz und qualifizierten sich so für den Bundeswettbewerb, der Ende Mai in Paderborn ausgetragen wird.

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Jurymitglied Christian Friberg (re.) begutachtet das Modellflugzeug, das Maximilian Schiller, Florian Vahl und Étienne Neumann (v. li.) von konstruiert haben. Das Trio wurde Landessieger für das beste interdisziplinäre Projekt.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. So fuhren Finn Sombrutzki (20) und Robin Hertel (21) mit ihrem „Giftmagneten Mikroplastik“ den Landessieg in der Kategorie Chemie ein. Meret Kaliske (17) untersuchte, ob Mikroorganismen das Wachstum von Pflanzen fördern können, und bekam den ersten Preis in der Biologie-Sparte. 58 Jugendliche waren mit 33 Experimenten in der Halle 400 auf dem Kieler Ostufer angetreten.

Ausgangspunkt für die Versuchsreihe von Sombrutzki und Hertel war die immense Verschmutzung der Meere durch mikroskopisch kleine Plastikstückchen. Diese sorgen in den Ozeanen für etliche Probleme. Die Neumünsteraner konnten jedoch zeigen, dass die Partikel auch gute Eigenschaften haben: Sie binden Giftstoffe und könnten daher in einem Filter zum Einsatz kommen. Unter welchen Rahmenbedingungen Mikroplastik besonders aufnahmefähig ist, haben die beiden mit Indigo-Farbstoff erprobt. „Dabei spielen Körnung, Temperatur, Salzgehalt und vieles mehr eine Rolle“, so Sombrutzki.

Es geht immer höher hinaus

Im vergangenen Jahr waren die beiden in in der Kategorie Biologie angetreten und hatten einen dritten Platz im Bundeswettbewerb belegt. Diesem Erfolg nachzueifern, schickt sich ihre Mitschülerin Meret Kaliske an. Am Donnerstag konnte sie sich schon einmal den Landessieg in dieser Sparte sichern. Genauer unter die Lupe genommen hat Kaliske die Rolle des Bakteriums Bacillus amyloliquefaciens bei Maispflanzen.

Der Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt ging an Florian Vahl (16), Maximilian Schiller (16) und Étienne Neumann (16) von der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg. Das Trio hat ein Segelflugzeug entwickelt, dessen Elektronik eigenständig nach einer optimalen Thermik sucht. Seine Messdaten zeigen, dass es stabiler durch die Luft gleitet als handgesteuerte Segelflieger. „Unsere Software erstellt keine Vorhersagen, sondern reagiert aktuell auf die Daten, die die Sensoren messen“, erläuterte Neumann.

Sogar für den Mars wird geforscht

Quasi in noch höheren Sphären bewegten sich Jannik Rank (18), Bruno Borchardt (17) und Sebastian Meyer (19) aus der Klaus-Groth-Schule in Tornesch. Die Sauerstoffversorgung ist einer der heikelsten Punkte bei einer möglichen Marsmission, fanden die drei jungen Forscher. Daher haben in dieser Angelegenheit Grundlagenforschung betrieben, was ihnen den ersten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften einbrachte. Ihr Projekt heißt „Fasos 2.0 – Die regenerative Sauerstoffquelle auf Algenbasis“. Daran tüfteln sie schon seit gut zweieinhalb Jahren. Mit einer Vorstufe waren sie bei der „World Robot Olympiad“ vertreten und erreichten den vierten Platz.

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Ein Artikel von
Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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