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Jugendeinrichtung in Flensburg geschlossen

Drogenmissbrauch Jugendeinrichtung in Flensburg geschlossen

Die Schließung einer Jugendeinrichtung in Flensburg geht auf einen anonymen Hinweis zurück: Danach sollen harte Drogen in dem Heim konsumiert worden sein. In einer Aktion von Landesjugendamt, Jugendämtern und Polizei war daraufhin die Einrichtung am Freitag geschlossen worden, teilte das Kieler Sozialministerium mit.

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Das Landesjugendamt hat am Freitag eine Jugendeinrichtung in Flensburg wegen des Verdachts auf Drogenmissbrauchs geschlossen.

Quelle: Uwe Paesler (Symbolfoto)

Flensburg. Es habe einen ernstzunehmenden, wenn auch anonymen Hinweis auf harte Drogen gegeben, sagte ein Ministeriumssprecher am Wochenende. Unmittelbar darauf habe es eine Prüfung vor Ort gegeben. Mit dabei: Vertreter der Polizei, von Landesjugendamt sowie den Jugendämtern von Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg. Offenbar fand man triftige Gründe für die härteste Maßnahme gegenüber Heimen: Dem Träger wurde umgehend  die Betriebserlaubnis entzogen, die zehn Betreuten wurden von Jugendamtsmitarbeitern mitgenommen und anderweitig untergebracht.  Bei der Aktion sei aber niemand verletzt worden oder habe sich selbst verletzt, stellte der Sprecher klar.   

Ausschlaggebend für die sofortige Schließung war demnach die Tatsache, dass der Träger nach Meinung des Landesjugendamtes nicht in der Lage war, das Kindeswohl sicherzustellen. Damit sei der Schutz der derzeit zehn jungen Bewohner nicht mehr gewährleistet gewesen. 

„Der Fall macht deutlich, wie das Landesjugendamt arbeitet. Wenn Hinweise eingehen, werden – im Rahmen der zurzeit bestehenden rechtlichen Möglichkeit – umgehend die erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Dabei ist klar: Wenn das Kindeswohl nicht mehr gewährleitet werden kann, wird umgehend  – wie hier – eine Einrichtung auch geschlossen“, erklärte Sozialministerin Kristin Alheit (SPD). „Ziel ist und bleibt für mich die Sicherung des Wohls der Kinder und Jugendlichen auch in Einrichtungen zu sichern und weiter zu verbessern. Unsere Vorschläge, die derzeit für eine Veränderung der gesetzlichen Grundlagen der Paragraphen 45 im Sozialgesetzbuch VIII auf dem Tisch liegen, sind dafür eine gute Basis.“

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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