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So schwitzt Schleswig-Holstein

KN-Fotoaktion So schwitzt Schleswig-Holstein

Mit dunkler Sonnenbrille auf der Nase und riesigem Eisbecher in der Hand unter azurblauem Himmel mit Blick auf das weite Meer in der Sonnenliege: Was vor nicht mal einer Woche noch utopisch klang, soll in den nächsten Tagen in Schleswig-Holstein Realität werden. Schicken Sie uns Ihre schönsten Sommerfotos!

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So soll es sein - endlich Sommertemperaturen und junge Leute die damit etwas anzufangen wissen!

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Von einer Rekordhitze will Meteorologe Heino Strunck von der Wetterwelt in Kiel nicht sprechen. „Es ist aber durchaus denkbar, dass die Temperaturen die Rekordmarke von 33,4 Grad Celsius knacken.“ Damit wäre es der heißeste Julibeginn in Schleswig-Holstein seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Ungewöhnlich sei der rasante Anstieg der Temperaturen: „Vor genau einer Woche hatten wir 14 Grad, am kommenden Wochenende werden wir deutlich über 30 Grad bekommen“, so der Wetterfrosch. Die höchsten Temperaturen werden im Lauenburgischen und an der Elbe erwartet, aber auch in Kiel, Neumünster und Plön werden die Menschen unter der Hitze ächzen.

Hier noch ein ein paar Tipps, wie sich Sonnenanbeter trotz Endorphin- und Vitamin-D-Bildung auf das heiße Sommerwetter vorbereiten können, und worauf zu achten ist. „Cremen, Cremen, Cremen“ rät daher das Hautkrebszentrum in Kiel: „Um keine Schäden vom Sonnenbad zu erhalten ist es wichtig, eine dicke Schicht Sonnenschutz aufzutragen“, erklärt Klinik-Direktor Prof. Thomas Schwarz. Die meisten Menschen beließen es bei einer dünnen Schicht. „Das bringt wenig bis gar keinen Schutz.“ Pro Eincremen sollte man 40 bis 50 Gramm Schutzfaktor auftragen, also etwa ein Viertel von einer herkömmlichen Tube. Kinder sollten zudem Hut und T-Shirt als weiteren Hautschutz tragen: „Generell sollte man zwischen 11 und 14 Uhr nicht in der prallen Sonne verbringen, da die UV-Strahlung in der Zeit immens hoch ist“, so Schwarz. Dies sei auch für die Augen schädlich, weshalb sich eine zertifizierte Sonnenbrille mit UV-Filter empfiehlt. Gefahr drohe auch beim Baden: „Wasser lässt die Strahlen durch, besonders gefährdet sind daher auch Personen, die knapp unter der Wasseroberfläche schnorcheln.“

Sommer, Sonne, Strand: Hier finden Sie unsere KN-Leser-Sommerfotos.

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Apropos Baden: Bloß weil die Temperaturen steigen und damit auch das Wasser bis zu 20 Grad warm wird, heißt es nicht, dass man überall seinen holden Leib wässern sollte: In vielen Flüssen und Kanälen aber auch einigen Abschnitten an der Nord- und Ostsee Schleswig-Holsteins ist das Schwimmen generell verboten – wegen erhöhten Schiffsverkehrs und Strömungen. Auch tiefe Baggerseen bergen Gefahren: Am Ufer ist es sehr warm, doch das Wasser wird schnell tief und kalt. Ein schwacher Kreislauf könnte schnell überlastet werden. „Man sollte immer darauf achten, wo Badebereiche ausgeschildert sind“, rät Thies Wolfhagen vom DLRG-Landesverband. Die Anzahl der Rettungsschwimmer an den Stränden werde derzeit aufgestockt, sodass zu den Sommerferien alle Stationen mit ausreichend Ehrenamtlern besetzt sind. Ob die Badeaufsicht auf dem Posten ist, zeigt die DLRG-Flagge. Zusätzliche gelbe und rote Flaggen zeigen zudem Gefahr oder Verbot von Baden an.

Passend zum Wetter steigt in der kommenden Woche die Tropennacht im botanischen Garten Kiel. Wasservorräte für das Sommerwetter hat Dieter Maaßen noch genug: „Wir haben 800 Kubikmeter Regenwasser, 20 benötigen wir an einem normalen Tag für unsere Tropenpflanzen“, erklärt der Reviergärnter für den Tropenbereich. Seine Pflanzen brauchen das weichere Regenwasser, Lebenssaft aus der Leitung bekommt ihnen nicht so gut. Wie den Menschen bekommt das Sommerwetter den Außengewächsen bei ausreichend Flüssigkeitszufuhr sehr gut.

Für all diejenigen, die die nächsten Tage nur im Büro erleben müssen: Die Chancen auf weitere warme Wochen stehen nach Prognose des Meteorologen Strunck gut: „Es wird wechselhafter, aber neue Hochdruckgebiete kommen.“

Und was machen Sie so? Wie verbringen Sie den Sommertag? Wenn Sie etwas machen, wo die Kamera funktioniert oder das Smartphone, dann lassen Sie uns, die wir in der Redaktion sitzen, bitte teilhaben. Senden Sie uns Ihr Sommerbild vom Tage an onliner@kieler-nachrichten.de. Wir machen, wenn wir schon arbeiten müssen, eine schöne Bildergalerie auf kn-online.de daraus.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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