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Kabel geklaut: Zugverkehr eingeschränkt

Hamburg-Lübeck Kabel geklaut: Zugverkehr eingeschränkt

Knapp drei Wochen vor dem G20-Gipfel haben Unbekannte in Hamburg und in mehreren anderen Bundesländern Feuer in Bahnanlagen gelegt. Im Norden war der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck am Montag seit etwa 4.30 Uhr zwischen Rahlstedt und Ahrensburg in beiden Richtungen unterbrochen.

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Im Regionalverkehr zwischen Hamburg und Lübeck kommt es zu Einschränkungen bei der Bahn.

Quelle: Cornelia Müller

Hamburg. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Laut Bundespolizei wurden in der Nacht zum Montag insgesamt zwölf Anschläge verübt sowie zwei verhindert. Angezündet wurden vor allem Kabel an Bahnstrecken. Menschen wurden nicht verletzt. Züge fielen aus, Reisende mussten mit Verspätungen zurechtkommen.

In Hamburg prüft die Polizei nach der Veröffentlichung eines möglichen Bekennerschreibens auf einer linken Internetplattform, ob zwei Brandstiftungen in der Hansestadt Teil der Anschlagsserie sind. "Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen", sagte ein Polizeisprecher.

Ersatzverkehr mit Bussen

In der Nacht hatten Unbekannte im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabelkanäle an Bahnstrecken angezündet und dabei auch Starkstromkabel neben dem Gleisbett beschädigt. Die Bahn richtete auf der Strecke Hamburg-Lübeck zwischen Rahlstedt und Ahrensburg zeitweise einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Der Regionalexpress fuhr nach Angaben eines Bahnsprechers am Nachmittag wieder.

Betroffen von den Brandstiftungen waren nach Angaben der Bundespolizei neben Hamburg auch Berlin, Köln, Dortmund, Leipzig und Bad Bevensen in Niedersachsen. Auch in Bremen habe es eine mutmaßliche Brandstiftung gegeben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Hannover.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte in Berlin, es sei noch zu früh für Aussagen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Sachbeschädigungen und dem bevorstehenden G20-Gipfel gebe. Aus Sicherheitskreisen hieß es, das mutmaßliche Bekennerschreiben passe ins "Raster". Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob es tatsächlich authentisch sei. Die linke Intrenetseite "linksunten.indymedia.org" versteht sich als offene Plattform zur freien Verbreitung von Informationen. In der Vergangenheit waren dort im Zusammenhang mit Bekennerschreiben zu Straftaten auch Fälschungen aufgetaucht.

Am 7. und 8. Juli treffen sich Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in der Hansestadt. Im Vorfeld des G20-Gipfels hatten Linksextremisten wiederholt Aktionen und Anschläge angekündigt.

Von KN-online

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