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Neues Schiff für die Kampfmittelräumung

Munitionsbergung Neues Schiff für die Kampfmittelräumung

Der Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein hat ein neues Taucherbasisschiff. Mit der 50 Meter langen "Schall" starten die Männer jetzt zu den Tauchgängen in der Ostsee.

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Die "Schall" startet bis Ende September vom Tonnenhof in Kiel-Holtenau mit dem Kampfmittelräumdienst zu den Sucheinsätzen nach alten Minen und Torpedos in der Ostsee vor Kiel.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die „Barbara“ ist das wichtigste Arbeitsboot der Männer vom Kampfmittelräumdienst des Landes. Das silberne Arbeitsboot mit den Schläuchen, Sauerstoffflaschen und Arbeitskran ist die schwimmende Arbeitsplattform für die Suche nach alten Minen, Torpedos und Granaten in der Ostsee. Der Nachteil der „Barbara“ ist ihre Größe – sie misst keine zehn Meter Länge. Normalerweise reist die nach der Schutzpatronin der Artilleristen benannte „Barbara“ deshalb auf einem Anhänger zu den Einsätzen.

Damit ist es jetzt aber erst einmal vorbei. Die „Barbara“ hat ihren Platz bis Ende September auf einem großen Schiff. Das Land Schleswig-Holstein hat für die Suche nach Kampfmitteln vor den Küsten Schleswig-Holsteins das Spezialschiff „Schall“ gechartert. Das 50 Meter lange und 318 BRZ große Spezialschiff dient dabei als Taucherbasisschiff für die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes, wie das Landeskriminalamt als zuständige Behörde auf Anfrage mitteilt. Die „Schall“ wurde für diesen Zweck von der Reederei Capt. Kronisch GmbH aus Bremerhaven gechartert. „Unser Schiff bietet eine ganze Reihe von Vorteilen für diese Arbeiten. Dazu gehört ein Moonpool mit einer Größe von sechs mal vier Metern“, sagt Oliver Rautenberg, Geschäftsführer der Reederei. Ein Moonpool ist eine im Schiffsboden befindliche Öffnung, durch die Taucher auch bei Wellengang sicher ins Wasser steigen können.

Wie viele Minen und Torpedos noch auf dem Meeresboden liegen, zeigte sich zuletzt beim Seemanöver Baltops 2017 im Juni. Zur Vorbereitung einer Landungsoperation des US-Landungsschiffes „Arlington“ hatten belgische und niederländische Minenjäger die Aufgabe, den Landungskorridor für das US-Schiff zu überprüfen. Dabei fand der belgisches Minenjäger „Narcis“ am 15. Juni zwei Seeminen westlich Fehmarn und nördlich von Weissenhäuser Strand – und sprengte sie sofort.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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