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CDU benennt mögliche Bildungsministerin

Schattenkabinett CDU benennt mögliche Bildungsministerin

Karin Prien soll nach einem Sieg der CDU bei der Landtagswahl Chefin im Bildungsministerium von Schleswig-Holstein werden. Diese Entscheidung gab der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther am Freitag in Kiel bekannt. Die 51-Jährige Rechtsanwältin sitzt aktuell in der Bürgerschaft Hamburg.

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CDU-Landeschef Daniel Günther stellte für sein Kompetenzteam Karin Prien vor. Die Hamburgerin soll nach einem Wahlsieg der Union bei der Landtagswahl 2017 das Bildungsministerium übernehmen.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Kiel. Erst im vergangenen Jahr hatte die CDU-Landtagsfraktion Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) dafür kritisiert, in seinem Kabinett gleich drei SPD-Ressortleiter aus der Hansestadt zu beschäftigen: Bildungsministerin Britta Ernst, Sozialministerin Kristin Alheit und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Die Union hatte vergeblich eine Residenzpflicht gefordert: Minister müssten ihren Hauptwohnsitz zwingend in Schleswig-Holstein nehmen. Am Freitag klang das etwas anders: Man hätte die Residenzpflicht niemals angesprochen, wenn nur eine einzige Ministerin aus Hamburg kommen würde, sagte Günther. Ernst ist mit dem Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz verheiratet, hat aber eine Dienstwohnung in Kiel.

Karin Prien, Mutter dreier Söhne und verheiratet mit einem Rechtsanwalt, lebt im Nobelstadtteil Blankenese. Sie wolle es ähnlich halten, schon allein, weil es nötig sei, sich in Kiel auch sozial und kulturell zu vernetzen. CDU-Chef Günther hatte sie am vergangenen Sonntag angerufen und gefragt, ob sie bereit wäre, gegebenenfalls nach Kiel zu wechseln. "Während Innenminister Stefan Studt allein unter Hamburgern ist, muss sich Frau Prien daran gewöhnen, allein unter Schleswig-Holsteinern zu sein. Förde schlägt Alster."

In der kommenden Woche will Günther der Öffentlichkeit voraussichtlich sein restliches Kompetenzteam vorstellen. Das Bildungsressort, wo künftig wieder Kita, Schule und Wissenschaft unter einem Dach gebündelt werden soll, sei ihm besonders wichtig. Nach 30 Jahren müsse es endlich wieder von der CDU geführt werden. Prien ist bildungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Sie wolle am bestehenden Zwei-Säulen-Modell in Schleswig-Holstein aus Gymnasien und Gemeinschaftsschulen nicht rütteln, sagte sie. "Wir spielen sie nicht gegeneinander aus, wollen aber, dass diese ihren unterschiedlichen Herausforderungen gerecht werden." Fächerkombinationen wie Naturwissenschaften (Biologie, Physik und Chemie) sowie Weltkunde (Geschichte, Politik und Erdkunde) sollten aufgelöst werden. Darüber hinaus wolle sie auch die übrigen Bildungsabschlüsse aufwerten. "Menschwerdung fängt nicht mit dem Abitur an."

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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