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Marne feierte trotz Sturmwetter

Karneval Marne feierte trotz Sturmwetter

Der Rosenmontagsumzug in Marne gilt als absoluter Höhepunkt des Straßenkarnevals in Schleswig-Holstein. Und die Jecken konnten aufatmen: Das Wetter spielte mit, so dass wieder ausgelassen gefeiert werden konnte.

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Die Tanzmariechen lassen sich in Marne nicht vom schlechten Wetter abhalten.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Marne. Rund 20 000 Jecken haben in Schleswig-Holsteins Karnevalshochburg Marne im Kreis Dithmarschen den Straßenkarneval gefeiert. Nach der traditionellen Erstürmung des Rathauses setzte sich der Rosenmontagsumzug in Bewegung. Rund 1200 Karnevalisten nahmen am Montag bei teilweise strahlendem Sonnenschein in bunten Kostümen und selbst gefertigten Motivwagen teil.

Vorab hatte es Sorge gegeben, dass der Umzug ausfallen könnte. In mehreren Städten Nordrhein-Westfalens und in Rheinland-Pfalz waren wegen des angekündigten schlechten Wetters die Rosenmontagsumzüge abgesagt worden, darunter in Düsseldorf. „Gerade am heutigen Tag schaut auch das Rheinland nach Marne, schaut, wie wir hier feiern: Weil Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben“, sagte Karnevalsprinz Oliver Kumbartzky, Oberhaupt der Marner Narren, kurz vor Erstürmung des Rathauses.

Minions dominierten den Umzug

Der Marner Rosenmontagsumzug ist traditionell eher unpolitisch. In diesem Jahr dominierten „Minions“ den Straßenkarneval — kleine gelbe Kreaturen aus dem gleichnamigen Animationsfilm. Dazwischen waren Schneemänner, Schneekönige, Eisprinzessinnen und Eisbären, aber auch Elfen und Engel, Hexen, Zauberer und Zwerge zu sehen.

Der kilometerlange, närrische Lindwurm bewegte sich rund zweieinhalb Stunden lang mit Musik, Bonbon- und Konfettiregen durch das Städtchen. Dabei brachten Marschmusik und Samba-Rhythmen Karneval-Feeling an die raue Nordseeküste.

Jecken feierten überwiegend friedlich

Nach Angaben der Polizei feierten rund 20 000 Jecken überwiegend friedlich den Straßenkarneval zwischen den endlosen Kohlfeldern. Die Sicherheitsbehörden hatten im Vorfeld angekündigt, wegen der jüngsten Geschehnisse etwa in Köln oder Hamburg in der Silvesternacht „mit deutlich mehr“ Polizisten in Marne Präsenz zu zeigen.

Das Spektakel begann nach Schulschluss, damit auch Kinder und Jugendliche mitfeiern konnten. Obwohl der Rosenmontag kein gesetzlicher Feiertag ist, machten viele Geschäfte und Banken am Nachmittag zu.

Der Marner Umzug ist der einzige größere in Norddeutschland, der am Rosenmontag stattfindet. In Marne feiern die eher als Karnevalsmuffel geltenden Nordlichter seit fast einem halben Jahrhundert einen Rosenmontagsumzug. Seit Februar 1956 rollen mit Ausnahme einer Pause zwischen 1969 und 1978 Festwagen durch die Kleinstadt. Der närrische Tag „achtern Diek“ gilt als Höhepunkt des Straßenkarnevals in Schleswig-Holstein.

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Karneval in Kiel
Foto: Im Wagen der jüngsten Narren, betreut von Helga Eick (links), fuhr auch das Kieler Kinderprinzenpaar mit: Nick I. (2. von links) und Friederike I. (rechts) sind bereits erfahrene Karnevalisten.

Pinguin und Eisbär werfen Bonbons, Maikäfer, Löwe und Kuh schunkeln vergnügt Arm in Arm – das gibt es nur im Karneval. Auch im Kieler Süden, in Meimersdorf, lockte die fünfte Jahreszeit die Jecken und Schaulustigen am Sonnabend auf die Straße.

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