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Irre Fahrten auf der Autobahn

Skurrile Polizeieinsätze Irre Fahrten auf der Autobahn

Der Horrortrip auf einer Motorhaube sucht seinesgleichen auf den Autobahnen. Wie in einem Actionfilm hatte sich ein Mann bei Tempo 90 auf der Motorhaube festgekrallt. Wir haben einige der spektakulärsten Verfolgungsfahrten im Bundesgebiet zusammengestellt.

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Bei einer Fahrerflucht 2012 in Kiel überschlug sich der Wagen. Die Insassen blieben unverletzt.

Quelle: Uwe Rehbehn/Archiv

Verfolgungsjagd endete mit Feuer

Kiel. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd Mitte März 2016 bei Dresden endete für zwei Litauer im Krankenhaus. Polizisten wollten einen VW Golf II kontrollieren, doch die beiden Insassen des Autos gaben Gas und flüchteten. Die wilde Verfolgungsjagd durch Ortschaften mit teilweise mehr als 140 km/h endete mit einem Crash. Die Flüchtigen krachten in einen Pkw, der Feuer fing. Die Fahrerin kam mit dem Schrecken davon, die Litauer ins Krankenhaus. Wie die Polizei später ermittelte, hatten die Männer den Wagen geklaut. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

14-Jähriger krachte mit Rover in Baumreihe

Es war eine Szenerie wie aus einem schlechten Hollywood-Film: Ein 14-jähriger Junge hat sich Mitte Februar 2016 bei Hamburg eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dabei verlor er offenbar die Kontrolle über den roten Rover und kam an der Autobahnausfahrt Dibbersen von der Fahrbahn ab. Das Auto überschlug sich und krachte in eine Baumreihe. Der Junge wurde nur leicht verletzt. Der Teenager gehörte offenbar zu einer Gruppe mehrerer Verdächtiger einer gefährlichen Körperverletzung. Ein Streit zwischen Angehörigen zweier Familien war offensichtlich eskaliert. Ein 27 Jahre alter Mann erlitt dabei eine Stichverletzung im Rücken und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Unter Drogen in die Gegenrichtung

Im Saalekreis bei Halle hat sich Anfang Februar 2016 ein 22-Jähriger mit der Polizei eine Verfolgungsjagd geliefert. Der Autofahrer stand unter Drogen. Polizisten wollten ihn bei einer Routinekontrolle anhalten. Der Mann flüchtete jedoch und fuhr auf die Autobahn. Dort wendete er und raste auf dem Standstreifen in die Gegenrichtung. Die Polizeibeamten verfolgten den Fahrer, der mehrmals auf die Autobahnen 9 und 14 fuhr und sie wieder verließ. Schließlich stellten sie ihn. Der Mann gab zu, Crystal Meth genommen zu haben. Er hatte keinen Führerschein und war mit einem gestohlenen Auto unterwegs.

Spektakuläre Verfolgungsjagd mit Hubschrauber

Ein Hubschraubereinsatz, mehrere kaputte Autos und Verletzte: Ein 24-Jähriger hat Ende Januar 2016 eine spektakuläre Verfolgungsjagd durch den Landkreis Hof ausgelöst. Kurz vor Mitternacht wollte eine Polizeistreife den Peugeot kontrollieren. Der Fahrer gab allerdings Gas. Nach mehreren Kilometern Verfolgungsfahrt, die auch über umliegende Wald- und Ortsverbindungswege führte, touchierte der 24-Jährige einen Streifenwagen und setzte seine Flucht anschließend unbeirrt fort. Bei seinen waghalsigen Fahrmanövern gefährdete der junge Fahrer nicht nur die Polizeibeamten, sondern verursachte beinahe einen Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr.
Seine Fahrt endete schließlich in einem Dorf bei Hof, wo der junge Autofahrer den Peugeot am Ende eines Feldweges gegen einen Baum setzte. Dennoch ergriff der 24-Jährige kurzerhand die Flucht zu Fuß und rannte in ein angrenzendes Waldstück ab, wo ihn seine Verfolger zunächst aus den Augen verloren. Kurze Zeit später konnte der bereits stark unterkühlte Mann mit Hilfe eines Polizeihubschraubers im Unterholz aufgespürt und festgenommen werden.

Jagd über acht Autobahnen mit Luftunterstützung

Bei einer zweistündigen Verfolgungsjagd über acht Autobahnen ist die Polizei Anfang September 2015 im Rheinland und in den Niederlanden einem Auto hinterhergerast, ohne den Fahrer fassen zu können. Trotz des Einsatzes von 21 Streifenwagen und eines Hubschraubers entkam der Unbekannte. Er soll auf der Flucht sogar getankt haben.Wie kam es dazu? Polizisten wollten in Düsseldorf um kurz nach 1 Uhr morgens den Fahrer kontrollieren. Doch anstatt sich überprüfen zu lassen, trat der Fahrer einfach aufs Gaspedal und flüchtete. Die anschließende Verfolgung führte über die Autobahnen A44, A57, A46, A43, A40, A52 und A61 unter anderem an den Städten Neuss, Köln, Hilden, Haan, Wuppertal, Bochum, Gelsenkirchen, Essen, Bottrop, Mülheim, Krefeld und Mönchengladbach vorbei. Die wilde Jagd endete schließlich in den Niederlanden. Dort verloren die Beamten den Sichtkontakt zu dem Fluchtwagen. Auch niederländische Polizisten waren im Einsatz.

Autoknacker rammte Streifenwagen auf der Flucht

Ein Mann aus Riedrod bei Bürstadt traute Mitte Juli 2015 seinen Augen nicht, als er in der Nacht aus dem Fenster schaute. Da rollte wie von Zauberhand sein BMW X5 vom Grundstück. Ein Autoknacker hatte sich des Autos bemächtigt. Was dann folgte, war eine ebenso erfolgreiche wie spektakuläre Verfolgungsjagd, bei der der Täter einen Streifenwagen rammte, der vor ihm fuhr: Das Polizeiauto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Polizisten verletzten sich leicht. Nach 20 Minuten war die Fahrt zu Ende. Mehrere Streifenwagen drängten den Geländewagen an die Leitplanke, wo er hängen blieb.

Entlaufene Fohlen hielten Polizei auf Trab

Eine wilde Verfolgungsjagd hielt die Polizei Ende Mai 2015 in Mönchengladbach auf Trab: Statt Räubern oder Rasern mussten die Beamten drei entlaufene Fohlen verfolgen und einfangen – und das war gar nicht so einfach. Kurz vor 7 Uhr morgens wurden die Fohlen zum ersten Mal in der Nähe von Schloss Rheydt gesichtet. Ein Polizist kommentierte die unglaubliche Situation so: „Die galoppieren gerade die Straße Richtung Odenkirchen entlang. Im Schweinsgalopp, mitten auf der Straße.“ Mit acht Streifenwagen versuchten die Beamten, die Pferde einzufangen. Doch vergeblich. Die wilde Jagd ging kreuz und quer durch die Stadt. Nach rund 90 Minuten gelang es den Beamten, die Fohlen mit ihren Streifenwagen auf eine Weide in Giesenkirchen zu treiben. Dort fingen sie die Tiere endlich ein – gemeinsam mit der alarmierten Feuerwehr und Mitarbeitern eines nahe gelegenen Reiterhofes. Die Tiere hatten 15 bis 20 Kilometer zurückgelegt.

Schlitten an Bus gebunden: 21-Jähriger ließ sich über Autobahn  ziehen

Für andere Verkehrsteilnehmer muss es ein irres Bild gewesen sein: Ein 21-Jähriger hat Ende Dezember 2014 in München einen Schlitten an einen Bus gebunden und sich auf die Autobahn 96 ziehen lassen. Mit einer lebensmüden Aktion brachte der junge Mann sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Der Busfahrer bemerkte davon zunächst nichts - er zog den jungen Mann auf dem Schlitten hinter sich her. Erst auf der A96 auf Höhe der Ausfahrt Laim machten ihn Autofahrer auf die waghalsige Aktion aufmerksam. Der Busfahrer hielt sofort an und alarmierte die Polizei. Der 21-Jährige überstand die Schlittenfahrt unverletzt. Offenbar befand sich genügend Schnee auf der Straße.

Foto: Bei einer Fahrerflucht krachte ein Porsche in einen Laden.

Bei einer Verfolgungsfahrt ist ein Porsche in ein Haus gekracht.

Quelle: Armin Weigel/dpa

Khatschmuggler landete in der Böschung der A7

Ein mutmaßlicher Drogenschmuggler und mehrere Polizei- und Zollbeamte lieferten sich Mitte August 2012 eine wilde Verfolgungsjagd mit bis zu 200 km/h auf der Autobahn 7 zwischen Hamburg und Bordesholm. Dabei wurden der 21 Jahre alte Fahrer und zwei Beamte leicht verletzt. „Der Mann wollte sich einer Kontrolle entziehen“, sagte ein Polizeisprecher. Der Schwede hatte rund 350 Kilogramm der Kaudroge Khat in seinem Wagen. Er war mit hohem Tempo davongerast, als ihn Zollbeamte südlich des Elbtunnels anhalten wollten. Zwei Mal stieß der junge Fahrer bei seiner Flucht mit Polizeiautos zusammen. Insgesamt zehn Streifenwagen verfolgten den Mann. Der verlor schließlich am Bordesholmer Dereick die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug überschlug sich und landete in einer Böschung. Das Fluchtauto und ein Polizeiwagen erlitten Totalschaden.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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Horrortrip ab Warder auf der Motorhaube

Für die Landespolizei ist es Alltag, bei Nachbarschaftsstreitigkeiten alarmiert zu werden. Fälle wie der in Warder-Altmühlendorf sind glücklicherweise eine Ausnahme. Dort ist ein wütender Mann auf die Motorhaube des Autos seiner Nachbarn gesprungen und ließ sich nicht selbst bei Tempo 90 auf der A 7 nicht abschütteln.

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