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Neue Boote für die Marine

Kiel und Eckernförde profitieren Neue Boote für die Marine

Für die Marine in Schleswig-Holstein gibt es gute Nachrichten: Die Standorte Kiel und Eckernförde können sich über etliche Neubauprojekte freuen.

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Vorbild für die Neuanschaffungen: Moderne Kampfboote des Typs Mark V der US Navy. Sie sind 25 Meter lang, 75 Tonnen schwer und mit deutschen MTU-Motoren bis zu 60 Knoten schnell. Derzeit verfügt das Eckernförder Seebataillon nur über zwei 50 Jahre alte Boote.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die Palette reicht von schnellen Kampfbooten fürs Seebataillon über neue Minenjagdboote bis hin zu Tankern und Aufklärungsschiffen, wie Vizeadmiral Rainer Brinkmann bei einer Veranstaltung des Nautischen Vereins zu Kiel sagte.

 Der stellvertretende Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte unterstrich die Bedeutung Kiels als einziger Tiefwasserhafen der Marine an der Ostsee. „Der Hafen ist für uns sehr wichtig“, so Brinkmann.

 Bereits im Herbst hatte die Verteidigungsministern Ursula von der Leyen (CDU) die neue Richtung für die Streitkräfte vorgegeben. „Ein Grund ist die stärkere Bedeutung der Landes- und Bündnisverteidigung“, sagte Brinkmann. Die Marine ist bis an die Grenze des Machbaren bei den Auslandseinsätzen gebunden. „Die Flotte ist von fast 200 Einheiten während des Kalten Krieges auf heute rund 50 Einheiten reduziert worden.“

 Neben den bereits angekündigten Investitionen in sechs Mehrzweckkampfschiffe, fünf Korvetten und zwei weitere U-Boote ist auch Bewegung in die Beschaffungsvorhaben anderer Einheiten gekommen. „Anfang des nächsten Jahrzehnts werden zwei neue Tanker zur Marine kommen. Ab 2023 ist der Ersatz der Flottendienstboote und ab Mitte des nächsten Jahrzehnts die Einführung neuer Minenjagdboote geplant“, skizzierte Brinkmann die Pläne. Bei den in Kiel zu stationierenden Minenjagdbooten sei eine Kooperation mit anderen Nato-Partnern wünschenswert, so Brinkmann.

 Auf großes Interesse bei Kieler Werften stieß ein weiteres Projekt. Das Eckernförder Seebataillon verfügt derzeit für amphibische Übungen nur über die 50 Jahre alten Landungsboote „Lachs“ und „Schlei“. Für schnelle Einsätze hat die Einheit nur Schlauchboote. Die bieten aber wenig Schutz bei Gefechten. „Wir planen deshalb die Anschaffung neuer Kampfboote für das Seebataillon“, sagte Brinkmann. Sie sollen über geschützte Innenräume verfügen. Vorbilder gibt es in der US Navy (Mark V und VI) oder in Schweden mit dem Combat Boat 90 von Docksta. Der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU) unterstützt das Vorhaben. „Wenn das Seebataillon den Einsatz verlegen muss, machen diese kleinen Boote auch Sinn“, so Gädechens. Die Mittel stünden bereit. „Wir möchten diese Boote im Sommer durch haben, so dass sie zügig bestellt werden können“, so Brinkmann. Heimathafen wird Eckernförde. „Das ist ein gutes Signal für uns als Werft in Kiel“, sagte Christian Birr von der Schiffswerft Gebrüder Friedrich.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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