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200 Polizisten zusätzlich für mehr Sicherheit

Kieler Woche 200 Polizisten zusätzlich für mehr Sicherheit

Die Landespolizei wappnet sich für die Kieler Woche: Nach den Terroranschlägen von Paris und Brüssel wird das Sicherheitskonzept für das internationale Segel- und Volksfest überarbeitet.

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„Veranstaltungsbezogen werden täglich bis zu 200 zusätzliche Beamte im Einsatz sein, um die Besucher zu schützen“, kündigte Landespolizeidirektor Ralf Höhs im Interview mit den Kieler Nachrichten an.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Übergriffe auf junge Frauen wie in der Silvesternacht in Köln sollen verhindert und fremdenfeindliche Angriffe auf Flüchtlinge unterbunden werden. Personell und materiell rüstet die Polizei auf: „Veranstaltungsbezogen werden täglich bis zu 200 zusätzliche Beamte im Einsatz sein, um die Besucher zu schützen“, kündigte Landespolizeidirektor Ralf Höhs im Interview mit den Kieler Nachrichten an.

 In weniger als drei Wochen startet die Kieler Woche. Mehr als drei Millionen Besucher erwarten die Veranstalter an der Förde. Für die Landespolizei beginnt die heiße Phase ihrer Vorbereitungen: „Die Kieler Woche 2016 findet nicht zum ersten Mal unter erhöhtem Gefahrenrisiko statt“, sagte Höhs. Im Hinblick auf mögliche Terrorgefahren seien diesmal aber die Ereignisse von Paris und Brüssel bei der Planung eines Sicherheitskonzepts zu berücksichtigen, erklärte Schleswig-Holsteins oberster Polizist. Die Ermittler müssten ihre bisherigen Strategien hinterfragen und enger mit den Sicherheitsbehörden anderer Bundesländer zusammenarbeiten.

 Auch hinsichtlich der Ausstattung ist die Landespolizei gefordert, nachzurüsten: „Bei den Anschlägen in Paris haben die Terroristen andere Waffen verwendet, als wir es bislang kannten. Kamen in der Vergangenheit meist Sprengmittel zum Einsatz, verwendeten die Angreifer zuletzt Langwaffen“, sagte Höhs. Ein Gefahrenszenario, auf das sich die Landespolizei einstellen müsse. Eine akute konkrete Terrorgefahr gebe es zwar nicht. Aber: „Paris und Brüssel sind nicht weit weg von Deutschland und wir wissen, dass immer wieder Fäden von Terroristen in die Bundesrepublik geführt haben.“

 Auch die Ereignisse der Silvesternacht in Köln spielen bei den Kieler-Woche-Planungen eine Rolle: Sexuelle Massenbelästigungen von Frauen durch größere Gruppen von Männern sollen um jeden Preis verhindert werden. „Solche Zwischenfälle kannten wir bislang nicht, jetzt müssen wir sie aber ins Kalkül ziehen“, sagte Höhs. Ziel sei es, Gefahrenpotenziale schnell zu erkennen, um mit einem hohen Maß an Einsatzkräften einschreiten zu können. Ein dritter Punkt ist der Schutz von Flüchtlingen, die auf der Kieler Woche feiern wollen. „Hier werden wir rassistischen Anfeindungen und Übergriffen keinen Raum geben“, versicherte der Landespolizeidirektor.

 Im Interview kündigte er an, vier mobile Wachen auf der Kieler Woche einzurichten. Die Polizeidirektion verstärkt zudem ihren Streifendienst. Höhs will sichtbar Stärke beweisen und ruft zur Wachsamkeit auf: „Je früher wir von Ereignissen aller Art Kenntnis bekommen, desto schneller können wir auch handeln.“

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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