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Namensstreit in Keitum auf Sylt entschieden

Kirche gegen Hotel Namensstreit in Keitum auf Sylt entschieden

Es darf nur eine geben: Weil eine Kirche auf Sylt bereits nach dem heiligen Severin von Köln benannt ist, darf ein Hotel nicht den gleichen Namen tragen. Das stelle eine „unbefugte Namensanmaßung“ dar, entschied das Oberlandesgericht Schleswig, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte.

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Die Kirche setzte sich durch: Das Oberlandesgericht Schleswig urteilte im Namensstreit für St. Severin in Keitum auf Sylt.

Quelle: Jens Kalaene/dpa

Keitum. Geklagt hatte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Severin, deren Ursprünge mindestens bis ins Jahr 1240 reichen. Sie hatte sich darüber beschwert, dass das „Severin*s Resort und Spa“ – in eigener Schreibweise mit * vor dem Genitiv-S – mit ihrem Namen beworben wird.

Durch die Verwendung des gleichen Namens trete eine „Zuordnungsverwirrung“ ein, urteilten die Richter des 6. Zivilsenats. (Az 6 U 23/15). Sprich: Es könnte der Eindruck entstehen, dass Kirche und Kneipe miteinander in Beziehung stehen. Schließlich lägen ja beide in Keitum – und nur ein paar Schritte voneinander entfernt.

Weltlicher Rahmen auch für kirchliche Feiern

„Auch die rein religiösen Feierlichkeiten wie Taufe, Konfirmation, Trauung oder Beerdigung sind in einen weltlichen Rahmen eingebettet“, argumentierten die Richter in dem Berufungsverfahren und hoben eine Entscheidung des Landgerichts Flensburg auf. So seien sie fast immer mit einer Feier mit Essen und Trinken verbunden, die häufig in einer Gaststätte wie dem Severins stattfindet.

Durch den Namen werde das Interesse der Kirchengemeinde verletzt, neutral zu erscheinen, entschied das OLG. Im Internet dagegen darf die Kneipe weiterhin als „Severins-sylt.de“ werben, da sich die Gemeinde etwa noch eine Adresse mit den Bestandteilen „Severin“ und „Sylt“ registrieren lassen könne – ohne Sternchen und Genitiv-S.

dpa

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