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Jedes dritte Kind wird betreut

Tageseinrichtungen Jedes dritte Kind wird betreut

In Schleswig-Holstein wird mittlerweile fast jedes dritte Kleinkind (bis drei Jahre) in einer Tageseinrichtung betreut. Das Land sei damit unter „den westdeutschen Flächenländern die Nummer eins“, sagte Sozialministerin Kristin Alheit (SPD).

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Zum Wohl der Kleinsten: Anfang März gingen 32,9 Prozent der Ein- bis Dreijährigen in Schleswig-Holstein in Krippen, Kitas oder zu Tageseltern. Die Quote ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – auch dank großer Investitionen.

Quelle: Waltraud Grubitzsch

Kiel. „Dieser Erfolg bestätigt unsere erheblichen Investitionen und motiviert zugleich, sich weiterhin engagiert für eine gute Betreuung einsetzen.“

 Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gingen bundesweit im Frühjahr (Stichtag 1. März) gut 693300 Kleinkinder (32,9 Prozent) in Krippen, Kitas oder zu Tageseltern. Das sind 32600 mehr als ein Jahr zuvor. Im Westen hat Schleswig-Holstein inzwischen die Nase vorn. Betreut werden insgesamt 21725 Kleinkinder (31,4 Prozent), wobei die Quote mit dem Alter steigt. Von den Kindern bis zu einem Jahr sind nur 2,7 Prozent in einer Einrichtung, bei den Ein- bis Zweijährigen sind es 35,4 und bei den Zwei- bis Dreijährigen 55,9 Prozent.

 Schleswig-Holstein hat damit eine höhere Gesamtquote als Rheinland-Pfalz (30,6 Prozent), Hessen (29,7), Niedersachsen (28,3), Saarland (28,3) Baden-Württemberg (28,8), Bayern (27,5) und Nordrhein-Westfalen (25,8). Besser stehen Stadtstaaten wie Hamburg (43,3) und auch alle Ostländer da, an der Spitze Sachsen-Anhalt, wo mehr als die Hälfte der aller Kleinkinder (57,9 Prozent) betreut werden.

 Gute Betreuungsangebote seien ein Fundament für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagte Alheit. Der Ausbau der Krippen-Struktur hat allerdings seinen Preis. Im laufenden Jahr beteiligt sich das Land an den U-3-Betriebskosten mit gut 63 Millionen Euro. Im nächsten Jahr sollen es bereits mehr als 69 Millionen Euro sein.

 Der Gemeindetag forderte unterdessen, alle verfügbaren staatlichen Mittel in eine bessere finanzielle Unterstützung der Kommunen bei der Kinderbetreuung zu stecken. Dafür sollten die durch den Wegfall des Betreuungsgeldes frei werdenden Mittel ebenso eingesetzt werden wie der vom Land ab dem Jahr 2017 geplante Beitragszuschuss an Eltern, sagte der Geschäftsführer des Gemeindetages, Jörg Bülow. Eine optimale Kleinkindbetreuung sei „ein Standortvorteil“ für Schleswig-Holstein.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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