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Kommandowechsel bei der Nato

Kiel Kommandowechsel bei der Nato

Seit Donnerstag sind zwei der vier maritimen Nato-Einsatzverbände unter deutschem Kommando. Bei einem militärischen Zeremoniell löste Fregattenkapitän Martin Schwarz im Marinestützpunkt in Kiel den niederländischen Commander Peter A. J. Bergen Henegouwen ab.

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Martin Schwarz (von rechts) übernahm im Beisein von Admiral Arian Minderhoud das Kommando über den Minenabwehrverband von Peter A.J. Bergen Henegouwen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Erst im Juni hatte im Tirpitzhafen Flottillenadmiral Brad Williamson (USA) den Einsatzverband 2 an Flottillenadmiral Jörg Klein übergeben. Dieser Verband operiert inzwischen im östlichen Mittelmeer.

 Der aus Eckernförde stammende Schwarz wird mit seinen Einheiten vorerst in der Ostsee bleiben. Flagge zeigen und üben, so umschrieb der niederländische Konteradmiral Arian Minderhoud die Aufgabe für die Minenjäger. Minderhoud ist Vize-Stabschef im Hauptquartier der Nato in Northwood bei London. Er kennt den Marinestützpunkt Kiel bestens. Minderhoud hatte hier im April 2014 als Reaktion auf die Krim-Krise den Nato-Verband aktiviert. Als Bekenntnis zur Unterstützung aller Partner in diesem Bündnis, wie Minderhoud erklärte.

 Seit Januar 2015 hatte nun sein Landsmann Bergen Henegouwen den Verband geführt. „Ich bin stolz, mit diesem Verband und seinen Soldaten zur See gefahren zu sein“, sagte der Niederländer zum Abschied. In der Zeit hat er 22 Einheiten aus elf Nationen geführt, war 162 Tage auf See und sprengte etliche Seeminen aus dem Zweiten Weltkrieg. „Besonders die Zusammenführung von Einheiten aus verschiedenen Bereichen und Nationen war eine wichtige Erfahrung“, so Bergen Henegouwen. Die wachsende Rolle amphibischer Operationen bestimmte einen Großteil der Manöver.

 Die wichtigste Erfahrung war für den scheidenden Kommandeur der Zusammenhalt in der Nato. Eigentlich sollte Bergen Henegouwen mit einem niederländischen Tender als Flaggschiff starten. Der war aber nicht einsatzbereit. Die deutsche Marine sprang sofort ein und schickte den Tender „Donau“. Sechs Monate fuhren die Niederländer mit der „Donau“ als Führungsschiff. Eine Bindung, die Spuren hinterlassen hat. An dem Aufbau der „Donau“ klebt jetzt das große Logo der Minentaucher der Königlichen Marine der Niederlande.

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