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Betriebe sollen Pendlern Arbeitsweg erleichtern

Konferenz in Kiel Betriebe sollen Pendlern Arbeitsweg erleichtern

Pendler sind wegen der langen Anfahrt oft schon vor Arbeitsbeginn gestresst. Fachleute diskutieren in Kiel, wie Betriebe mit einem maßgeschneiderten Mobilitätsmanagement die Beschäftigten entlasten können – etwa mit Fahrgemeinschaften, Jobtickets oder Diensträdern.

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Vorbildlich in Kiel: Sogar für die Mitarbeiter der Stadt gibt es Fahrräder im Austausch.

Quelle: Ulf Dahl (Archiv)

Kiel. Die Zahl der Pendler, die in Schleswig-Holstein arbeiten und in einem anderen Bundesland wohnen, ist zwischen 2004 und 2014 um knapp ein Viertel gestiegen. „Beschäftigte, die viel Auto fahren, sind oftmals gestresst und bewegen sich zu wenig“, warnte der ACE Auto Club Europa am Donnerstag in Kiel. Bei einer Fachkonferenz im Landtag ging es um praktische Lösungen, wie Betriebe Pendlern den täglichen Arbeitsweg erleichtern können.

Als Optionen wurden Fahrgemeinschaften, Mitfahrbörsen, Carsharing oder Diensträder, die auch privat benutzt werden dürfen, genannt. Betriebe förderten zudem mit Jobtickets die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, hieß es. Eine funktionierende Mobilität komme nicht nur Betrieben, sondern auch den Beschäftigten zugute, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Es freue ihn, dass bereits viele Betriebe im Norden das Thema angepackt haben.

Landeshauptstadt als Vorbild

Zwei Beispiele: Die Stadt Kiel setzt bereits seit 2008 auf Carsharing. Die Fahrzeuge stehen bei Verwaltungsgebäuden und werden im Jahr für tausende Dienstfahrten genutzt. Auch Diensträder kommen bei Beschäftigten gut an, wie Silke Barth, Fuhrparkverantwortliche bei der Behörde Gebäudemanagement Schleswig-Holstein berichtete. Im vergangenen Jahr schloss das Unternehmen eine Kooperation mit einer Leasingfirma. Die Beschäftigten können Diensträder über ihren Arbeitgeber beziehen und diese auch in ihrer Freizeit nutzen.

Die Kosten werden den Beschäftigten direkt vom Bruttolohn abgezogen. Das spart Steuern und Sozialabgaben. In der Folge seien Diensträder günstiger, als wenn die Mitarbeiter die Fahrräder privat kaufen würden, hieß es. Bereits ein Viertel der Belegschaft nutze das Angebot des Unternehmens und fahre mit dem Rad zur Arbeit.

Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten bei der Konferenz mit dem Titel „Gute Wege im echten Norden“ über Mobilitätsmanagement. Veranstalter war das Verkehrsministerium in Zusammenarbeit mit dem ACE Auto Club Europa.

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