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Kontrollen von Transit-Flüchtlingen nicht geändert

Bundespolizei Kontrollen von Transit-Flüchtlingen nicht geändert

Die Bundespolizei hat ihre Kontrollen von Flüchtlingen, die durch Schleswig-Holstein Richtung Skandinavien reisen, nicht geändert. Das sagte Matthias Menge, Pressesprecher der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, am Mittwoch.

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Die Bundespolizei hat ihre Kontrollen von Flüchtlingen, die durch Schleswig-Holstein Richtung Skandinavien reisen, nicht geändert.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Auf die Frage, ob das vom Bundesinnenministerium angeordnete Wiederinkraftsetzen der Dublin-Verordnung für syrische Flüchtlinge nicht Konsequenzen habe, sagte Menge knapp: „Wir halten uns an die gesetzlichen Bestimmungen.“

Das Bundesinnenministerium hatte am Vortag bestätigt, dass Deutschland syrische Asylbewerber wieder nach dem Dublin-Verfahren in andere EU-Länder zurückschicken wird, über die sie in die Europäische Union eingereist sind. Das gelte für alle Herkunftsländer und alle Mitgliedsstaaten außer Griechenland. Seit August hatte Deutschland das Dublin-Verfahren für Syrer vorübergehend ausgesetzt.

Im Oktober reisten 27 000 Flüchtlinge über Schleswig-Holstein, oft mit Zügen oder Fähren, nach Skandinavien, meist Richtung Schweden.

„Die Bundespolizei hat nach unseren Eindrücken Flüchtlinge im Bahnhofsbereich von Flensburg oder Zügen kaum kontrolliert“, sagte Nicolas Jähring vom Helferteam „Refugees Welcome — Flensburg“ am Mittwoch, das die Flüchtlinge betreut. Menge betonte, den mehreren hundert Fahrgästen in Zügen sei nicht an die Stirn geschrieben, woher sie kämen und wohin sie wollten. Es könnten nicht alle kontrolliert werden.

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