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Neun Verletzte bei Auffahrunfällen

Kreis Segeberg Neun Verletzte bei Auffahrunfällen

Gleich zwei Verkehrsunfälle, bei denen insgesamt neun Menschen verletzt wurden, haben Feuerwehr und Rettungsdienst im Kreis Segeberg am Sonntag vor eine massive Belastungsprobe gestellt.

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 Bei Auffahrunfällen im Kreis Segeberg wurden neun Menschen verletzt.

Quelle: Joachim Krüger

Kreis Segeberg. Zunächst war es um die Mittagszeit zu einem Auffahrunfall im Baustellenbereich der Autobahn 7 zwischen Großenaspe und Bad Bramstedt. Fünf Fahrzeuge waren in die Kollision verwickelt, in Fahrrichtung Süd waren beide Fahrspuren unpassierbar.

Nach dem speziellen Rettungskonzept für diesen Baustellenbereich, wo die vier Fahrspuren und der einstigen Richtungsfahrbahn Nord zusammengefaßt sind und es keinen Standstreifen mehr gibt, wurden die Feuerwehren Großenaspe und Bad Bramstedt gleichzeitig alarmiert, um sowohl aus Norden und Süden den Versuch zu unternehmen, sich zum Unfallort vorzuarbeiten, denn es muß damit gerechnet werden, dass es den Verkehrsteilnehmern angesichts der Enge auf diesem Abschnitt unmöglich ist eine Rettungsgasse zu bilden. Auch zwei Motorräder von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie eines der Polizei wurden entsandt, um die Lage zu sondieren und Anfahrthinweise für die übrigen Einsatzkräfte zu geben.

Während die Wehr Bad Bramstedt sich über eine längere Distanz durch den stockenden Verkehr quälen mußte, gelang es der Wehr Großenaspe aufgrund guter Ortskenntnis, sich über Wirtschaftswege relativ schnell in den abgesperrten Baustellenbereich auf der ehemaligen Richtungsfahrbahn Süd vorzuarbeiten und bis zur Unfallstelle zu fahren. Zum Glück stellte hatte sich herausgestellt, daß niemand schwer verletzt oder im Fahrzeug eingeklemmt war.

So konnten sich die Feuerwehrleute auf Sicherungsaufgaben und das Unschädlichmachen ausgelaufener Betriebsstoffe konzentrieren. Außerdem entfernten sie Teile der Baustellenabsperrungen, um den angeforderten Abschleppfahrzeugen ein schnelleres Erreichen des Unfallortes zu ermöglichen, nicht zuletzt weil man das Risiko von Folgeunfälle im inzwischen auf mehrere Kilometer angewachsenen Rückstau minimieren wollte.

Doch die Alarmempfänger sprangen trotzdem an: Auf der Umleitungsstrecke über die ehemalige B 4 war es nur wenige hundert Meter von der Autobahnabfahrt entfernt zu einem schweren Unfall gekommen. Zwei Fahrzeuge waren in Höhe der Einmündung des Glindam kollidiert. Alle auf der A 7 nicht mehr zwingend erforderlichen Einsatzkräfte eilten dorthin. Rettungswagen und Notärzte aus Neumünster rückten zusätzlich an.

Insgesamt waren dort sieben überwiegend leicht-Verletzte zu versorgen. Ein Kleinkind wurde als mittelschwer verletzt eingestuft. Alle wurden in das Friedrich-Ebert-Krankenhaus eingeliefert.

Die Feuerwehr Großenaspe half bei der Betreuung der Verletzten, stellte den Brandschutz sicher und mußte sich auch hier um ausgelaufene Betriebsstoffe kümmern. Auf auch der B 4 ging nichts mehr, ein kilometerlanger Rückstau stellte zahlreiche Autofahrer auf eine lange Geduldsprobe. Erst nachdem ein Kfz-Sachverständiger die Unfallspuren zur Ursachenermitllung aufgenommen hatte, konnte die Bundesstraße wieder freigegeben werden.

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