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Schließen Krankenhäuser in Nordfriesland?

Kreistag Schließen Krankenhäuser in Nordfriesland?

Nordfrieslands Krankenhäuser arbeiten unrentabel. Ein Gutachten fordert unter anderem Klinik-Schließung. Der Kreistag will aber vor einer Entscheidung heute die Konsequenzen für die medizinische Versorgung wissen.

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Die Klinik in Husum und die weiteren Krankenhäuser Nordfrieslands arbeiten einfach nicht mehr rentabel.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Husum. In Nordfriesland stehen die Krankenhaus-Standorte Husum, Niebüll, und Tönning auf dem Prüfstand. Um die Wirtschaftlichkeit des Klinikums Nordfriesland sicher zu stellen, schlägt ein externes Gutachten gravierende Veränderungen vor. Der Kreistag will am Freitag beschließen, diese Empfehlungen durch ein Wirtschaftsberatungsunternehmen überprüfen zu lassen. Die Politiker wollen neben den betriebswirtschaftlichen Auswirkungen auch wissen, welche Folgen das für die stationäre Krankenhausversorgung im Kreisgebiet hat. Der Kreistag will dann auf seiner Sitzung im März 2016 über die zukünftige Struktur des kreiseigenen Klinikums entscheiden.

Rettungsdienst zunächst auf dem Prüfstand

Das Wirtschaftsberatungsunternehmen soll unter anderem die Auswirkungen auf den Rettungsdienst klären, die sich aus Schließungen oder Teilschließungen ergeben – zum Beispiel, wenn mehrere Einsätze gleichzeitig anfallen. Außerdem geht es auch generell um die Notfallversorgung nachts und bei problematischen Wetterlagen. Im Detail müsste zum Beispiel Tönning laut Gutachten unter anderem die stationäre Versorgung mit bislang 29 Betten aufgeben und zu einem medizinischen Versorgungszentrum für ambulante Behandlungen werden.

In Niebüll sollten dem Gutachten zufolge die gynäkologische Abteilung samt Geburtshilfe sowie die Hals-Nasen-Ohren-Abteilung geschlossen werden. Außerdem sollte die Chirurgie in eine Tages-Chirurgie mit Anschluss an ein medizinisches Versorgungszentrum umgewandelt werden. Laut Gutachten sollten statt dessen die geriatrischen Kapazitäten ausgebaut werden. Die in Tönning und Niebüll wegfallenden Angebote sollten danach in Husum als größtem der Standorte aufgenommen werden. Dort sollten jedoch die Neurochirurgie- und die Physiotherapie-Abteilung geschlossen werden, falls diese weiterhin nicht kostendeckend arbeiten.

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