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"Aidaprima" im Heimatrevier eingelaufen

Kreuzfahrtschiff "Aidaprima" im Heimatrevier eingelaufen

Das neue Flaggschiff der deutschen Kreuzfahrtflotte ist am Montag in sein zukünftiges Heimatrevier eingelaufen. Das 300 Meter lange und 125.000 BRZ große Schiff erreichte den Englischen Kanal, den westlichen Eckpunkt im zukünftigen Reiseprogramm des Neubaus.

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Die "Aidaprima" verfügt über eine große Außenpromenade auf Deck 6. 

Quelle: Frank Behling

Hamburg. Die "Aidaprima" wird ab dem 30. April mit siebentägigen Reisen in Hamburg starten und danach jeden Sonnabend von Hamburg zu Reisen nach Southampton, Le Havre, Zeebrügge und Rotterdam auslaufen. Mit dem für 3000 Passagiere ausgelegten Neubau will Aida diese Route ganzjährig befahren.

Am Dienstag hat die"Aidaprima" ihre Premiere in Rotterdam, dem größten Hafen Europas und einem der zwei Basishäfen des Schiffes. Am Donnerstag wird der Neubau dann auch erstmals in Hamburg festmachen. In der Hansestadt wird das neue Kreuzfahrtschiff am 7. Mai gegen 22 Uhr durch die 13-jährige Schauspielerin Emma Schweiger getauft. Bis dahin sind es aber noch ein paar Seemeilen.

Bei einem Zwischenstopp in Lissabon kamen am Sonnabend 500 Gäste zum Testen des Neubaus an Bord, die von Aida-Präsident Felix Eichhorn persönlich begrüßt wurden. Damit startete an Bord offiziell der Betrieb im Passagierbereich. Restaurants, Bars und das Entertainmentprogramm mit Shows und Shoppingmall werden bis Donnerstag eingespielt und auf den ersten Einsatz mit voller Belegung vorbereitet. Bis zum Wochenende sollen alle Einrichtungen in Betrieb genommen werden. "Wir freuen uns da drauf. Auf diesen Zeitpunkt haben wir alle hingearbeitet", sagte Kapitän Deltlef Harms. 

Hier sehen Sie Bilder von der "AIDAprima".

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Das Schiff soll neue Akzente im deutschen Reisemarkt setzen. Die "Aidaprima" wird als erstes Kreuzfahrtschiff im Sommer und um Winter auf der Nordsee und im Englischen Kanal  eingesetzt. Für diese Aufgabe hat das Schiff sehr viele überdachte Bereiche. Dazu gehören der "Beach Club" und die Sportlandschaft "Four Elements". Beide Bereiche umfassen mehrere Tausend Quadratmeter und sind mit einem Foliendom überspannt. Tropische Regenfälle, Lasershows und eine neueartige Akustik vermitteln dort Regenwaldatmosphäre. 

Die für über 3000 Passagiere ausgelegte "Aidaprima" hat aber auch zahlreiche andere Neuerungen, die bei den zehn anderen Schiffen der Reederei bislang nicht an Bord waren. So kann beispielsweise der Sportplatz wahlweise als Fußballarena oder Eisbahn eingesetzt werden. Die Restaurants sind größer und optimaler angeordnet. 

"Treibstoffersparnis von fünf bis sechs Prozent"

Neuerungen gibt es aber auch hinter den Kulissen des Passagierbereichs. Die Werft hat auch einen Blasenschleier entworfen. Das sogenannte Mals-System stößt durch Düsen im Schiffsboden Luftblasen aus. Dieser Blasenschleier sorgt dafür, dass sich der Wasserwiderstand unter dem Rumpf verringert. "Das bringt eine Treibstoffersparnis von fünf bis sechs Prozent", sagt Chef-Ingenieur Eckbert Schuster nach den ersten Wochen beim Betrieb. Der 58-Jahre alte Rostocker hat den Bau in Nagasaki überwacht. Er ist stolz auf sein neues Schiff. "Die Technik ist auf dem neuesten Stand, den es heute in der Seefahrt gibt. Die 'Enterprise' war gestern", so Schuster. 

Besonders stolz ist der Ingenieur er auf die vier Hauptmaschinen der Marke MaK von Caterpillar. Darunter ist auch erstmals ein Motor, der wahlweise mit Dieselöl oder Flüssigerdgas betrieben werden kann. Dieser Motor vom Typ M46C wurde in Kiel entworfen und ist der erste in einem Kreuzfahrtschiff. Aufgrund der noch fehlenden Genehmigungen und behördlicher Auflagen darf dieser Motor vorerst aber nur im Hafen mit einer Treibstoffversorgung von einem Tankcontainer aus betrieben werden. Die Reederei Aida Cruises setzt in Zukunft auf den Antrieb mit LNG, da dadurch die Emissionen drastisch reduziert werden. In Japan hat der Testlauf mit dem neuen Motor bereits die Erwartungen erfüllt.

In Rotterdam soll die komplett Versorgung erfolgen. Der Hafen ist gegenüber Hamburg optimaler aufgestellt. In Hamburg wird das Schiff erstmals am Donnerstag einlaufen. "Wir werden bei Elbe 1 den Lotsen gegen 1 Uhr nachts übernehmen. Die Ankunft beim Hafenlotsen in Hamburg wird dann 7 Uhr sein. Das Anlegen ist zwischen 7.30 und 8 Uhr am Grasbrook in der Hafencity", sagt Kapitän Harms.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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