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Sylt spült Sand für 7,2 Millionen Euro vor

Küstenschutz Sylt spült Sand für 7,2 Millionen Euro vor

Die Herbststürme haben Sylt zugesetzt, nun muss neuer Sand her. 1,4 Millionen Kubikmeter vom Meeresgrund sollen die Insel für die neue Saison wappnen – auf rund 10,5 Kilometern Länge. Die Kosten dafür liegen bei rund 7,2 Millionen Euro.

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Schwerpunkt Süden: Besonders an Sylts Südspitze, vor Hörnum, schwindet der Sand auf der Nordseeinsel.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

List/Sylt. Mit Sand gegen die Naturgewalten: Experten haben am Dienstag neun Abschnitte festgelegt, an denen sie Sylts Westküste 2016 verstärken wollen. Insgesamt wollen die Küstenschützer des Landes Schleswig-Holstein in diesem Jahr rund 1,4 Millionen Kubikmeter Sand auf rund 10,5 Kilometern Länge aufspülen. Die Kosten dafür liegen nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) bei rund 7,2 Millionen Euro. Eine Sisyphusarbeit, denn den Großteil des Sandes, den Schiffe jedes Jahr vom Meeresboden etwa sieben Kilometer vor Sylt vom Meeresboden saugen und anspülen, holen sich Sturmfluten und Stürme wieder zurück.

„Zu den Schwerpunkten zählen Hörnum sowie der Bereich Westerland“, sagte LKN-Direktor Johannes Oelerich zu den für 2016 geplanten Vorspülungen. Vor Westerland würden erstmals gleichzeitig sowohl der Strand als auch der noch unter Wasser befindliche Vorstrand verstärkt. Allein dort sollen insgesamt 410.000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet werden, 350.000 davon unter Wasser. 260.000 Kubikmeter Sand sollen zudem die bröcklige Westküste vor Hörnum schützen.

Geringere Menge als im vergangenen Jahr

Wo genau der Sand verteilt wird, darauf haben sich Vertreter von LKN, Umweltministerium, Landschaftszweckverband sowie der Sylter Gemeinden nun geeinigt. „Gemeinsam haben wir uns die neuralgischen Punkte angeschaut“, sagte Oelerich, nachdem der mehr als 20-köpfige Tross am Dienstag in Geländewagen von Hörnum im Süden der Insel bis nach List im Norden gefahren war.

Die Menge, die ein dänisches Spülschiff 2016 fördern wird, ist dabei etwas geringer als noch im vergangenen Jahr. Damals waren 1,7 Millionen Kubikmeter für rund neun Millionen Euro angespült worden. Allerdings konnten trotz der zuletzt starken Abbrüche etwa an Sylts Südspitze, der Hörnumer Odde, auf der Insel seit 1990 auch mehr als drei Millionen Kubikmeter des aufgespülten Sands in bis zu 30 Meter breiten, vorgelagerten Dünen als Puffer gebunden werden – unter anderem dank Gräsern und Zäunen, die ihn festhalten.

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Sandaufschüttungen
Foto: Die Südspitze von Sylt: Allein im November verschwanden dort Düne und Strand auf 850 Metern Länge und bis zu 60 Metern Breite. Rund 2,2 Hektar Land fielen den Wellen zum Opfer.

Sand und noch mehr Sand schütten die Küstenschützer von Sylt jedes Jahr gegen die Wellen der Nordsee auf. Offenbar so erfolgreich, dass die Insel vielerorts wächst. Doch der Sylter Süden bröckelt weiter — aus Küstenschutz.

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