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Arved Fuchs wieder auf Expedition

Kurs Antarktis Arved Fuchs wieder auf Expedition

Seit 1977 geht Arved Fuchs auf Expeditionen. Dem erfahrenen Seemann nötigt auch seine neue Tour noch Respekt ab. Denn es geht um das berüchtigte Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas.

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Der Abenteurer Arved Fuchs in Hamburg an Bord seines Seglers "Dagmar Aaen": Fuchs bricht zu einer Expedition in Richtung Feuerland auf. Dort soll die Veränderung der Ozeane erforscht werden.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg/Bad Bramstedt. Der Abenteurer Arved Fuchs (62) ist seit Mittwoch wieder auf Expedition — Richtung Antarktis. Auf den Stationen dorthin will er mit seiner Crew im Projekt „Ocean Change“ unter anderem dokumentieren, welche Auswirkungen industrieller Fischfang auf Kleinfischer hat. Außerdem wird Pinguin-Forscher Klemens Pütz (Bremervörde) an Bord gehen, der im März 2016 Tiere mit Satellitensendern ausstatten will. Fuchs.’Haikutter „Dagmar Aaen“ wird dann Inseln an der Südspitze Chiles in der Nähe des Kap Hoorn anlaufen.

„Als ich mich damit beschäftigt habe, lief es mir kalt den Rücken herunter. Das wird eine große seemännische Herausforderung. Darauf freuen wir uns“, sagte Fuchs vor dem Ablegen am Mittwoch in Hamburg. Die wegen der Witterungsbedingungen nur schwer zu erreichenden chilenischen Inseln Diego Ramirez, Ildefonso und Isla Noir sind selbst für den Abenteurer ein einmaliges Erlebnis. „Ich war noch nicht dort, weil es mich geschreckt hat“, berichtete Fuchs, der bereits mehrfach in der Region unterwegs war.

Im Winter 1984 hat er mit einem Partner nach eigenen Angaben als bisher einziger das Kap Hoorn in einem Kajak umrundet. Nun will Fuchs - 400 Jahre nach der Entdeckung des „Kap des Schreckens“ (29. Januar 1616) — wieder die gefürchtete Schiffspassage meistern. „Sie ist ein Mythos und ein Meilenstein der Seefahrtsgeschichte“, sagte Fuchs. Anschließend will er die antarktische Halbinsel ansteuern.

Diese herausfordernden Etappen will sich der Abenteurer nicht entgehen lassen — aber auch nicht den Start am Mittwoch von Hamburg bis ins spanische Vigo. Von dort aus geht es für die Crew weiter über die Kapverdischen Inseln nach Brasilien und Argentinien. Zwischendurch wird der Mann aus Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) Landgänge einlegen, unter anderem um sich um Anschlussprojekte zu kümmern.

Zwei Jahre benötigte er für die Vorbereitung der aktuellen Expedition, sagte Fuchs. Dabei will er den „Schulterschluss mit der Wissenschaft“ suchen. Der Biologe Pütz will erkunden, warum sich die Population der Felsenpinguine auf chilenischen Inseln drastisch verringert hat. Mit Hilfe der Satellitensender erhofft er sich Aufschluss über ihre Wanderwege und die bevorzugten Nahrungsgebiete.

Bis März 2016 sei er damit beschäftigt, berichtete Fuchs. Voraussichtlich Anfang 2017 werde er mit dem Schiff aus Südamerika zurück sein. In der zehnköpfigen, wechselnden Crew ist auch seine Frau Brigitte.

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