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Grippefälle im Norden nehmen zu

Landesmeldestelle Grippefälle im Norden nehmen zu

Die Grippe nimmt in Schleswig-Holstein Fahrt auf: 33 neue Erkrankungsfälle wurden in der vergangenen Woche registriert. Insgesamt sind bei der Landesmeldestelle seit Jahresbeginn 99 Influenza-Erkrankungen erfasst worden. Das ist deutlich mehr als in den vergangenen Jahren, allerdings deutlich weniger als im „Grippejahr“ 2011.

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Bislang haben sich noch nicht viele Bürger gegen Grippe impfen lassen. Das Gesundheitsministerium rät zur Spritze, um sich gegen die Krankheit zu schützen.

Quelle: Fredrik von Erichsen/ dpa

Kiel. Damals gab es zum jetzigen Zeitpunkt bereits 244 Grippeerkrankungen. Am stärksten waren in der vergangenen Woche Kiel mit neun und der Kreis Pinneberg mit acht Neuerkrankungen betroffen. Die Statistiken des Instituts für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein zeigen, dass es seit Jahresbeginn mit 23 Erkrankten die meisten Fälle in Kiel gibt, dahinter liegt der Kreis Pinneberg (17), Lübeck (14) und der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit zwölf Kranken. Im Kreis Segeberg sind es sechs und im Kreis Plön vier Fälle. Am stärksten betroffen sind demnach Kinder bis zu vier Jahren, gefolgt von den Fünf- bis Zehnjährigen, den 30-bis 40-Jährigen und Männern über 75 Jahren.

Bisher haben sich nach Auskunft der gesetzlichen Kassen vergleichsweise wenige Bürger impfen lassen. Das Gesundheitsministerium rät jedoch weiter zur Impfung: Diese sei auch zu diesem Zeitpunkt noch immer sinnvoll, vor allem bei Risikogruppen wie alten Menschen und Personen mit chronischen Krankheiten. Die Grippeschutzimpfung ist zwar kein hundertprozentiger Schutz, kann aber den Krankheitsverlauf deutlich abschwächen.

Genügend Impfstoff vorhanden

Deshalb wird auch allen Flüchtlingen bei der Erstuntersuchung eine Grippeschutzimpfung angeboten. „Bisher ist in Neumünster, wo ja auch die größte Erstaufnahmeeinrichtung ist, nur ein Grippefall registriert – das ist angesichts der Grippe-Saison völlig unauffällig“, sagt Frank Strutz-Pindor vom Sozialministerium. Und: Der zusätzlich Bedarf an Impfstoff für Flüchtlinge führt nicht zu Engpässen bei der übrigen Bevölkerung. „Es ist genügend Impfstoff vorhanden. Außerdem haben wir uns in dem Vertrag zusichern lassen, dass er bis zum Ende der Impfsaison ausreichend Grippeimpfstoff nachliefert“, betont Jens Kuschel von der AOK.

Zugleich melden Hausärzte im Land viele Patienten mit grippalen Infekten oder Bronchitis. Das sei nicht untypisch für diese Jahreszeit und das extrem wechselhafte Wetter. Ein starker Anstieg von Atemwegserkrankungen gilt aber als Vorwarnstufe für eine Zunahme von Grippeerkrankungen. Die Grippe unterscheidet sich von einer Infektion vor allem durch eine weitaus schnellere schnelle Verschlechterung des Gesundheitszustandes: Man fühlt sich extrem schwach, hat oft Gliederschmerzen und häufig sehr schnell steigendes Fieber. Grundsätzlich raten die Ärzte: häufig Hände waschen, Händeschütteln vermeiden und auch grippale Infekte zu Hause mit Ruhe und viel Flüssigkeit auskurieren – statt die Kollegen anzustecken.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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