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Gott zum Lob, Menschen zur Freude

Landesobmann der Posaunenmission Gott zum Lob, Menschen zur Freude

Jan Petersen ist der neue Landesobmann der Posaunenmission Hamburg-Schleswig-Holstein der Nordkirche. Der 47-Jährige hat das Amt am Sonntag bei einem Gottesdienst in der Nikolaikirche Plön von Kurt Puls übernommen, der das Ehrenamt neun Jahre inne hatte.

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Jan Petersen aus Joldelund (li.) übernahm im Rahmen einer musikalischen Andacht vor und in der Plöner Nikolaikirche das Amt von Kurt Puls (Schobüll).

Quelle: Dirk Schneider

Plön. 35 Bläser der Mission sorgten während des Gottesdienstes für eine festliche Stimmung und begrüßten den Pastor aus Joldelund in seinem Amt. „Es hat schon ein bisschen gedauert, bis ich dachte, das ist genau das Richtige für mich und die Posaunenmission“, sagt Petersen. Inzwischen freue er sich aber auf sein neues Amt. „Mit der Aufgabe ist große Verantwortung verbunden und sie nimmt viel Zeit in Anspruch. Deshalb musste ich zunächst darüber nachdenken“, erzählt der der Vater von vier Kindern. Die Posaunenmission liege ihm aber sehr am Herzen, sagt er. Mit zwölf Jahren hat er begonnen, hier Trompete zu lernen und ist seitdem in der Gemeinschaft aktiv. Inzwischen leitet er in seiner eigenen Gemeinde einen Posaunenchor. 16 Bläser zwischen acht und 62 Jahren spielen dort gemeinsam. „Das Besondere an der Posaunenmission ist, dass sich hier junge und alte Menschen zu Hause fühlen und gemeinsam Musik machen“, sagt Petersen.

Entstanden bereits nach dem Ersten Weltkrieg

Entstanden sei die Posaunenmission nach dem Ersten Weltkrieg, erzählt Johannes Pfeifer, Dompastor in Rente und stellvertretender Landesobmann. „Sie ist damals aus der Jungmänner-Arbeit hervorgegangen, als soziales Projekt. Jungen Männer sollte eine Beschäftigung und eine Perspektive gegeben werden.“ Anfangs hätten die Mitglieder vor allem Choräle und Volkslieder gespielt, das habe sich mittlerweile geändert. „Wir spielen inzwischen fast alles: Filmmusik, Gospels, Musik aus Musicals, aber auch immer noch Choräle und traditionelle Bläsermusik“, sagt Pfeifer. Trotz des Namens war es aber nie so, dass in der Posaunenmission nur Posaunisten spielten. Alle Blechbläser sind hier willkommen und spielen gemeinsam.

„Der Name leitet sich aus der der Bibelübersetzung Martin Luthers ab“, erläutert Jan Petersen. Luther habe die in der Bibel genannten Blasinstrumente mit Posaune übersetzt, weil das im 16. Jahrhundert das bekannteste Blasinstrument gewesen sei. Historisch gesehen, seien die Instrumente in der Bibel aber Hörner von Kudus gewesen. „Posaunen und Blechblasinstrumente gab es natürlich noch nicht.“ Um Gott zu loben, wird in der Posaunenmission musiziert. In Hamburg und Schleswig-Holstein sind hier heute über 3000 Bläser in 240 Posaunenchören aktiv. Meistens spielen sie in Gottesdiensten, treten aber auch in Altenheimen auf oder spielen in der Weihnachtszeit in Fußgängerzonen. „Unsere Mission ist es, andere Leute zu erfreuen. Insofern ist der Name auch heute noch immer aktuell“, sagt Johannes Pfeifer.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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