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Einbrecher-Netzwerk zerschlagen

Landespolizei Einbrecher-Netzwerk zerschlagen

Fahndungserfolg für die Polizei: Das „Netzwerk albanischer Staatsangehöriger“, das im Herbst vermehrt durch Wohnungseinbrüche und andere Straftaten „in Erscheinung getreten“ war, ist zerschlagen worden. Das Landespolizeiamt bestätigt, dass es mehrere Festnahmen von Beschuldigten gegeben hat.

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Der Fall eines kriminellen Netzwerks albanischer Asylbewerber sorgte im Herbst für Diskussionsstoff, die Führung der Landespolizei bezog Stellung. Jetzt ist den Fahndern ein Schlag gelungen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Der Fall hatte für öffentliche Diskussionen gesorgt, nachdem Details aus einem internen Behördenpapier bekannt geworden waren, dass es sich bei den mutmaßlichen Mitgliedern des Netzwerks „vornehmlich um Asylbewerber“ gehandelt hat. Einige sollen gezielt nach Deutschland und Schleswig-Holstein gereist sein, um Straftaten zu begehen. Mit Ausnahme eines Verdächtigen hatten nämlich alle im vertraulichen Bericht genannten Personen zwischen dem 13. März und dem 13. August 2015 einen Asylantrag in Deutschland gestellt, die meisten von ihnen in der Erstaufnahme-Einrichtung in Neumünster. Bei mehreren Tätern ist in dem Dokument die „Ersteinreise Deutschland“ vermerkt. Das früheste Datum ist hierbei der 16. Februar 2015.

Von Neumünster aus tätig im ganzen Land

Erstmals in Erscheinung getreten war die Gruppierung im April 2015 in Neumünster. Zeugen hatten damals beobachtet, wie vier Personen von dem Grundstück eines Hauses flüchteten. Der Polizei gelang es, im Zuge von Ermittlungen zwei Verdächtige zu fassen. Bei einem der Festgenommenen wurde seinerzeit ein Mobiltelefon sichergestellt, das aus einem anderen Einbruch in Flensburg stammte. Weitere Festnahmen gelangen der Polizei nach Straftaten in Wentorf bei Hamburg und Flensburg. Durch den Vergleich von Schuhabdrücken konnten die LKA-Ermittler einzelnen Personen des Netzwerks eine Beteiligung an Einbrüchen in Aumühle, Reinbek, Wohltorf und Hamburg nachweisen. Andere Mitglieder der Gruppe wurden erwischt, als sie in einem Baumarkt zwei Schraubendreher und ein Imbus-Set entwenden wollten.

Jetzt sind die ersten Verdächtigen festgenommen worden. Gegen weitere Beteiligte wird ermittelt. Von einem Einzelfall kann bei dem albanischen Netzwerk nicht gesprochen werden: „Zurzeit haben wir 93 ähnlich agierende Tätergruppen in der Auswertung beim LKA“, sagt Ove Fallesen vom Landespolizeiamt in Kiel.

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