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Millionen-Investition in Kliniken

Landesregierung Millionen-Investition in Kliniken

Die Landesregierng will den Investitionsstau an Schleswig-Holsteins Krankenhäusern abbauen. Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) sprach von einem Meilenstein.

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In vielen Kliniken in Schleswig-Holstein gibt es seit Jahren einen Investitionsstau. Er soll nun weiter abgebaut werden. Die Landesregierung machte 157 Millionen Euro frei.

Quelle: Stephan Jansen

Kiel. Sie hatte Dienstag Vormittag im Kabinett die Fortschreibung eines Investitionsplans vorgestellt, wonach rund 157 Millionen Euro konkreten Projekten zugewiesen werden kann.

Löwenanteil fließt nach Flensburg und Neumünster

Den Löwenanteil von 54 Millionen Euro erhält das Diakonissen-Krankenhaus Flensburg. 27 Millionen Euro fließen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, und 25 Millionen Euro bekommt das St. Franziskus-Hospital Flensburg. An allen drei Standorten werden damit Neubauten gefördert. Alheit sprach von einem wichtigen Schritt für die Zukunft der Krankenhäuser im Land. „Wir übernehmen damit gemeinsam mit den Beteiligten Verantwortung für die Versorgungsqualität im Sinne der Patienten. Zugleich tragen die notwendigen baulichen Verbesserungen auch zur Entlastung der Pflegekräfte und Ärzte bei.“

Im Ländervergleich schiebe sich Schleswig-Holstein damit ins obere Mittelfeld. Auch wenn ein Vergleich schwierig sei, weil andere ihre Zahlen nicht offenlegen, sei Hamburg mit Sicherheit Klassenprimus. Bayern und Baden-Württemberg lägen ebenfalls vorn.

Medizinfortschritt und Komfortbedürfnisse

Investitionsstaus gebe es nicht nur auf den Straßen, stellte die Ministerin fest. Was in den vergangenen Jahrzehnten angefallen sei, könne man nur allmählich beheben. Hinzu kämen der medizinische Fortschritt und ein gestiegenes Komfortbedürfnis der Patienten. In Neubauten gebe es immer weniger Drei-Bett-Zimmer. Intensivstationen würden heute anders aufgebaut als in der 1970er-Jahren, und Wege innerhalb der Häuser würden anders geplant, um pflegerische Abläufe zu optimieren. Die Investitionskosten, zu denen die jetzt beschlossenen Mittel gehören, werden jeweils zur Hälfte vom Land und den Kommunen getragen. Hinzu kommen Sonderprogramme, die das Land allein finanziert.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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