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Familienvater gesteht Missbrauch von Stieftochter

Landgericht Kiel Familienvater gesteht Missbrauch von Stieftochter

Seine Stieftochter konnte nicht länger schweigen. Jetzt gesteht ein 39-Jähriger den mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch an ihr. Ihm droht Gefängnis.

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Beobachter rechnen mit dem Urteil Mitte Januar.

Quelle: dpa

Kiel. Ein 39-Jähriger Vater hat den mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch seiner Stieftochter gestanden. Vor dem Kieler Landgericht räumte der Mann am Dienstag fünf Taten ein – unter Tränen und mit zitternden Händen. Die Staatsanwältin legte ihm aber acht, zumeist schwere sexuelle Übergriffe auf das Kind sowie einen früheren auf ein anderes Mädchen zur Last, den der Mann ebenfalls bestritt.

Mutter erstattete Strafanzeige

Seine Stieftochter hatte sich Anfang 2013 einer Tante offenbart. Beim ersten Fall 2005 in Neumünster soll sie fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein. Die Mutter erstattete umgehend Strafanzeige. Sie ließ sich auch inzwischen scheiden. Vor Gericht vertritt sie ihre Tochter als Nebenklägerin. Dass ihr Ex-Mann nur einen Teil der Anklage einräumte, empörte sie sichtlich. Denn ihre psychisch sehr stark leidende Tochter wird nun voraussichtlich erneut vernommen.

2013 hatte der Angeklagte die Taten noch pauschal eingeräumt, auch um dem Mädchen weitere Aussagen zu ersparen. Jetzt sagte er, „mehr als ich hier gesagt habe, hat es nicht gegegeben“. Er trage die volle Verantwortung und schäme sich sehr. Er habe inzwischen einen Alkoholentzug gemacht und sei seit einem Jahr „trocken“. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe. Für den Prozess hat die Jugendstrafkammer acht Verhandlungstage geplant. Das Urteil könnte Mitte Januar verkündet werden.

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