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Gute Ernteaussichten in Schleswig-Holstein

Landwirtschaft Gute Ernteaussichten in Schleswig-Holstein

In den ersten Regionen Schleswig-Holsteins hat die Gerstenernte begonnen, in einigen Wochen wird die Weizen- und Rapsernte folgen. Die Landwirtschaftkammer rechnet mit einer mindestens durchschnittlichen Ernte - und niedrigeren Erzeugerpreisen.

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Ein Landwirt erntet mit einem Mähdrescher ein Gerstenfeld. Neben dem Wetter spielen auch Sorte und Nährstoffgehalt im Boden eine Rolle bei der Qualität.

Quelle: dpa

Blekendorf. Die Erntezeit in Schleswig-Holstein hat begonnen und die Landwirtschaftskammer rechnet dieses Jahr mit einer guten oder mindestens durchschnittlichen Getreide- und Rapsernte. „Derzeit präsentieren sich die Bestände gut“, sagte Kammer-Präsident Claus Heller am Dienstag im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp (Kreis Plön). Probleme gebe es aber regional begrenzt durch Starkregen. Diese Bestände seien nicht nur schwer zu ernten, hier bestehe zudem die Gefahr von Auswuchs und damit Qualitätsverlusten.

Raps und Weizen habe der Regen bisher nicht geschadet, sagte Heller. Deren Ernte beginnt Ende Juli, Anfang August. Die Landwirte hofften nun auf stabiles Hochdruckwetter, damit die Pflanzen zügig abreifen könnten. Heller erwartet, dass die landesweit erzeugte Erntemenge von Weizen und Gerste bei etwa gleichgebliebenen Flächenanteilen im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger ausfallen. Auch beim Raps wird mit einer eher durchschnittlichen Ernte gerechnet. Genaue Ertragszahlen und Anbauflächen für Schleswig-Holstein sollen spätestens Ende August präsentiert werden.

Tendenziell niedrige Preise

Europa- und weltweit wird hingegen mit einer hohen Erntemenge gerechnet. Die Weltgetreideernte wird für dieses Jahr auf 2,03 Milliarden Tonnen geschätzt (+ 45 Millionen). Dies wirke sich auch auf die Erzeugerpreise aus, sagte Kammerpräsident Heller. Tendenziell würden eher niedrigere Preise erwartet. Für Getreide seien die Preise alle deutlich unter Vorjahresniveau. Für 100 Kilogramm Backweizen bekommen Landwirte derzeit rund 14,50 Euro. Vergangenes Jahr waren es noch rund 17 Euro. Einzig der Raps profitiere von der engen Versorgungslage weltweit, sagte Heller. Zwar könnten Landwirte einen Teil der Ernte mit der Hoffnung auf steigende Preise lagern. Doch dann könne es sein, dass Liquidität auf den Höfen fehle, die für den laufenden Betrieb nötig sei.

Neben der Menge spiele aber auch die Qualität des Getreides eine Rolle. Bei minderer Qualität müssten die Bauern mit Preisabschlägen rechnen oder sie würden ihr Getreide gar nicht los, sagte Kammer-Geschäftsführer Peter Levsen Johannsen. Neben dem Wetter spielen unter anderem Sorte und Nährstoffgehalt im Boden - auch durch Düngung - eine Rolle. Es werde künftig mit Blick auf die neue Düngeverordnung einmal mehr darum gehen, Dünger effizienter einzusetzen, um Ertrag, Qualität und Gewässerschutz unter einen Hut zu bringen, sagte Johannsen.

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