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Ermittlerschlag gegen Autoknacker

Litauische Bande Ermittlerschlag gegen Autoknacker

Der Staatsanwaltschaft Kiel ist ein internationaler Ermittlungserfolg gelungen. In einer gemeinsamen Aktion mit der Bundespolizei, der Kriminalpolizei Bad Segeberg und der Polizei in Litauen konnte am Dienstag bei einem länderübergreifenden Einsatz eine litauische Diebesbande dingfest gemacht werden.

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Die litauische Diebesbande hatte es besonders auf Autoteile hochwertiger Fahrzeuge abgesehen.

Quelle: dpa

Bad Segeberg/Norderstedt. Neben dem Kopf der Bande – einem 36-jährigen Litauer – wurden sieben weitere Beschuldigte festgenommen und 25 Objekte durchsucht.

„Wir sind ein kleines bisschen stolz auf diesen Ermittlungserfolg“, sagte die Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Donnerstagnachmittag. Dem konzentrierten Schlag gegen die rund 20-köpfige Gruppe, der schwerer Bandendiebstahl und erwerbsmäßige Hehlerei vorgeworfen wird, waren knapp zweijährige internationale Ermittlungen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Kiel vorausgegangen. In einem großangelegten Einsatz wurden jetzt unter anderem in Norderstedt, Bremen, Bochum, Stuttgart und Panevezys (Litauen) Mitglieder der kriminellen Organisation festgenommen. Ihnen werden mehr als 600 Einzeldelikte zur Last gelegt, der Sachschaden wird von den Behörden auf etwa 1,5 Millionen Euro beziffert.

Den streng hierarchisch organisierten Kriminellen bescheinigte der Leiter der Abteilung Organisierte Kriminalität der Bundespolizeiinspektion Hamburg, Helgo Martens, „bundesweit hemmungslos Eigentumsdelikte“ begangen zu haben. Spezialisiert haben sich die Litauer vor allem auf Wohnungseinbrüche sowie Diebstähle von Autos und Autoteilen wie Navigationsgeräte und Lenkräder mit Airbags. Der Bande werden Taten in Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zugerechnet. Den Ermittlern zufolge wurde streng arbeitsteilig gehandelt, das Diebesgut über versteckte Depots nach Litauen gebracht und dort veräußert. Der Hauptverdächtige habe dabei die Vertriebswege koordiniert.

Für die Ermittlungen bildeten die beteiligten Behörden ein sogenanntes Joint Investigation Team, um die Kooperation mit Litauen zu vereinfachen. Insgesamt waren an der Aktion 170 deutsche sowie 30 litauische Polizisten und vier Staatsanwälte aus beiden Ländern beteiligt.

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