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Die Kunst der "Königin der Hanse"

Lübeck 1500 Die Kunst der "Königin der Hanse"

Kunst aus Lübeck – das war im späten Mittelalter ein Qualitätsbegriff. Warum das so war und welche Auswirkungen das auf die Nachbarn im Ostseeraum hatte, darüber berichten Wissenschaftler bei einer Tagung in öffentlichen Vorträgen.

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Jörg Rosenfeld, Tagungsorganisator, führt durch die Ausstellung "Lübeck 1500".

Quelle: dpa/Markus Scholz

Lübeck. Kunsthistoriker aus dem In- und Ausland treffen sich am 30. und 31. Oktober in Lübeck, um die aktuelle Ausstellung „Lübeck 1500“ aus wissenschaftlicher Sicht zu betrachten. Dabei soll es um die Künstler und Kunsttechniken jener Zeit, aber auch um die historische Einordnung des Phänomens „Lübeck als Kunstmetropole“. Alle Vorträge sind öffentlich, die Teilnahme ist kostenlos. Die Ausstellung im Museumsquartier St. Annen, die noch bis zum 10. Januar nächsten Jahres zu sehen ist, will zeigen, wie Lübeck als „Königin der Hanse“ im späten Mittelalter auch den Kunstmarkt im Ostseeraum beherrscht hat.

„Der Handel hatte die Kaufleute reich gemacht. Das zog Maler, Bildschnitzer und Goldschmiede an, die hier großzügige Auftraggeber fanden und zugleich das weit verzweigte Handelsnetz für die Vermarktung ihrer Arbeiten nutzten“, sagte Jörg Rosenfeld, einer der Kuratoren der Ausstellung und Organisator der Tagung.

Mittelalterlicher Kunstmanager Notke

Einer der insgesamt 19 Vorträge beschäftigt sich mit dem Maler Bernt Notke, aus dessen Lübecker Werkstatt unter anderem das Triumphkreuz im Dom zu Lübeck, der Altar im Dom der dänischen Stadt Aarhus und der Altar der Heilig-Geist-Kirche in Tallinn stammen. „Forscher gehen heute davon aus, dass Notke mehr ein Kunstmanager als ein Künstler war und viele der ihm zugeschriebenen Werke gar nicht selbst gemalt hat“, sagte Rosenfeld.

Den Abschluss der Tagung bildet ein Beitrag über die Reformation in Lübeck, die den Markt für Altaraufsätze zusammenbrechen ließ. Nach der neuen Kirchenordnung von Johannes Bugenhagen, die in Lübeck 1531 eingeführt wurde, waren Bilder mit religiösen Inhalten nicht mehr gefragt. An ihre Stelle trat das Wort, das dem Buchdruck in Lübeck zu ungeahntem Aufschwung verhalf.

Hier finden Sie das Programm und alle Informationen zur Tagungsanmeldung.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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