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Auseinandersetzung gibt Rätsel auf

Politisch motivierte Tat? Auseinandersetzung gibt Rätsel auf

Eine Auseinandersetzung am Hauptbahnhof Lübeck gibt der Polizei und Staatsanwaltschaft Rätsel auf: Hat ein Anhänger der "Identitären Bewegung" ein Messer gezückt? Und warum hat sich das Opfer aus der linken Szene nicht bei der Polizei gemeldet?

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Tatort Hauptbahnhof Lübeck: Hier sollen am 18. Februar 2017 zwei Gruppen aneinander geraten sein.

Quelle: KN (Archiv)

Lübeck. Sind Anhänger der „Identitären Bewegung“ möglicherweise in eine Messerstecherei in Lübeck verwickelt gewesen? Nach Informationen von shz.de ermittelt die Polizei in einem konkreten Fall, komme aber nicht weiter.

Das mutmaßliche Opfer aus der linken Szene, das sich einem Internetforum zufolge einen Schnitt am Hals und einen Stich im Schulterbereich zugezogen haben soll, und seine Begleiterin seien nicht ermittelbar. Sie hätten sich nach der Auseinandersetzung am Hauptbahnhof Lübeck abgesetzt. Indes würden die Autonomen das Problem selbst regeln wollen. In einem Internetforum präsentieren sie einen Tatverdächtigen.

Taxifahrer alarmierte die Polizei

Der Vorfall selbst soll sich am 18. Februar 2017 am Hauptbahnhof Lübeck ereignet haben. Nach Informationen der Polizei habe ein Taxifahrer kurz vor 1 Uhr eine Schlägerei mit mehreren Personen beobachtet und einen Notruf abgesetzt. Vor Ort haben die Beamten jedoch nur noch drei Personen angetroffen. Sie sollen laut shz.de der "Identitären Bewegung" angehören. Gegenüber der Polizei habe einer von ihnen angegeben, von einem Unbekannten durch einen Gegenstand am Kopf verletzt worden zu sein.

Dem linksautonomen Internetforum zufolge soll einer der Anhänger der "Identitären Bewegung" ein Messer gezückt haben. Laut Staatsanwaltschaft sei jedoch nicht sicher, ob es die Messerstiche tatsächlich gegeben hat. Zwar sei ein Messer gefunden worden, jedoch ohne Blutanhaftungen.

Politisch motivierte Tat? Kripo Lübeck ermittelt

Da die Ermittler eine politisch motivierte Tat nicht ausschließen können, ermittle nun das Kommissariat 5 der Kripo Lübeck wegen gefährlicher Körperverletzung gegen zwei Anhänger der „Identitären Bewegung“. Aber auch das mutmaßliche Opfer gelte als Tatverdächtiger. Es soll den Schlag auf den Kopf geführt haben.

Wer die Auseinandersetzung beobachtet hat, soll sich bei der Polizei unter 0451-1310 melden.

"Identitäre Bewegung" wird beobachtet

Verfassungsschutz beobachtet "Identitäre Bewegung"

Der Verfassungsschutz in Schleswig-Holstein beobachtet die „Identitäre Bewegung“ seit 2015. Auch der er Verfassungsschutz in Hamburg setzt sich mit neuen Gruppierungen der rechten Szene auseinander. „Wir haben neue Aktivitäten festgestellt und in diesem Jahr die sogenannte Identitäre Bewegung und die sogenannte Reichsbürger-Bewegung zu Beobachtungsobjekten erklärt“, sagte ein Sprecher des Landesamts Ende 2016. 

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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