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Neue Direktorin im Hansemuseum

Lübeck Neue Direktorin im Hansemuseum

Keine sechs Monate nach Amtsantritt übergibt Gründungsdirektorin Lisa Kosok die Leitung des europäischen Hansemuseums an Felicia Sternfeld, die derzeit noch das Theaterfigurenmuseum in Lübeck leitet.

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Neustart ab Mitte Oktober: Bisher leitete Felicia Sternfeld das Theaterfigurenmuseum Lübeck. Die 45-Jährige studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Politik und war nach ihrer Dissertation für Galerien und Auktionshäuser tätig.

Quelle: Thomas Berg/ Hansemuseum

Lübeck. „Wir haben unser großes Ziel erreicht und das Museum erfolgreich auf den Weg gebracht. Ich kann nun wie geplant neue museologische Projekte übernehmen.“, erklärte Kosok.

 Erst im April verließ Kosok das Museums für hamburgische Geschichte in Hamburg, um sich dem Hansemuseum in Lübeck zu widmen, das im Mai eröffnet wurde. Renate Menken, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft, die das Hansemuseum betreibt, lobte in einer Pressemitteilung die Aufbauarbeit: „Frau Dr. Kosok hat als Gründungsdirektorin das Museum mit großem Engagement und Erfolg durch die stürmische Phase der Eröffnung geführt. Sie hat ein hochmotiviertes Team zusammengestellt, das unseren Besuchern die spannende und wechselvolle Geschichte der Hanse vermittelt.“ Die Gründe für den überraschenden Leitungswechsel gab Menken nicht bekannt.

 Auch Sternfeld möchte über den Anlass ihres Wechsels vom Theaterfigurenmuseum, das sie noch kein Jahr lang leitet, nicht sprechen. Einige Argumente liegen jedoch nahe. Schließlich könnten die Unterschiede zwischen beiden Häusern nicht größer sein. Mit 5000 Quadratmetern ist das Hansemuseum eines der größten Häuser des Landes. Das Theaterfigurenmuseum misst gerade mal ein Zehntel davon. Auch der Publikumsandrang von über 50000 Besuchern in wenigen Monaten dürfte wohl ein Anreiz gewesen sein. „Die Besonderheit des Hansemuseums ist, dass alles ganz neu ist. Das Konzept spricht den Besucher anders an. So etwas hat es meines Wissen nach in dieser Form noch nicht gegeben.“, erklärte Sternfeld. In den vergangenen Monaten hat sich das das Konzept als erfolgreich erwiesen. Nicht zuletzt deswegen will sie vorerst beim eingeschlagenen Kurs bleiben.

 Das Hansemuseum zeigt neben originalen Artefakten aus der Hansezeit auch Schlüsselereignisse der Geschichte. In rekonstruierten Szenen, die nach dem neuestem Forschungsstand angefertigt wurden, kann der Besucher die historischen Ereignisse nacherleben. Der ehemalige Dominikanerkonvent aus dem 13. Jahrhundert wurde aufwendig saniert und zugänglich gemacht. Auf der archäologischen Grabungsfläche wird die Zeit von den Anfängen der Besiedlung um das Jahr 800 über die Stadtgründung Lübecks im Jahr 1143 sichtbar. „Ich finde es total spannend, so etwas zu leiten und später weiterzuentwickeln.“, freute sich Sternfeld.

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