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Polizei sucht Beweise gegen "IS"-Mitglied

Islamisches Zentrum Lübeck Polizei sucht Beweise gegen "IS"-Mitglied

Mehrere Einsatzkräfte der Polizei haben am Montagmorgen das Islamische Zentrum in Lübeck durchsucht. Das berichten die "Lübecker Nachrichten", nach deren Angaben das Zentrum als extremistisch gilt. Die Aktion richtete sich offenbar gegen einen Mann, dem eine "IS"-Mitgliedschaft vorgeworfen wird.

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Die Polizei hat das Islamische Zentrum in Lübeck am Montagmorgen durchsucht.

Quelle: Ulf Dahl (Symbol)

Lübeck. In der dortigen Moschee soll sich regelmäßig ein Mann aufgehalten haben, dem die Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen werde, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Unter Federführung des Landeskriminalamtes in Kiel seien dort Beweismittel sichergestellt worden.

Eine zweistellige Zahl von Streifenwagen sei am Montag gegen 7.30 Uhr vor das Zentrum und eine Wohnung in der Dornestraße, Ecke Hansering, gefahren. Einsatzkräfte durchsuchten das Gebäude etwa eineinhalb Stunden lang und beschlagnahmten etliche Computer, hieß es bei den  "Lübecker Nachrichten".

Dem Beschuldigten werde vorgeworfen, 2015 in einem Propagandavideo des IS als Redner aufgetreten zu sein, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft. Die Behörde führt deshalb ein Ermittlungsverfahren. Der Mann sei von der Polizei vernommen, aber nicht festgenommen worden. Persönliche Angaben, etwa zur Nationalität und zum Alter, wollte der Sprecher nicht machen. Außer dem Islamischen Zentrum seien auch zwei Wohnungen in Lübeck und Hamburg durchsucht worden, die dem IS-Verdächtigen zugeordnet werden.

Mit dpa

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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