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Kampfflugzeuge über Hohn

Lufttransportgeschwader Kampfflugzeuge über Hohn

An die dumpfen Motorengeräusche der Transall haben sich die Menschen in der Start- und Landeschneise des Nato-Flugplatzes Hohn bei Rendsburg gewöhnt. Vom 15. Juni bis zum 23. Juli werden sie sich mit dem pfeifenden Lärm von Tornados abfinden müssen.

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Ab Mitte Juni sollen wegen Bauarbeiten zehn Kampfflugzeuge des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 Immelmann (TLG) vom Flugplatz Jagel nach Hohn verlegt werden.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Hohn. Während dieser Zeit sollen wegen Bauarbeiten zehn Kampfflugzeuge des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 Immelmann (TLG) vom Flugplatz Jagel nach Hohn verlegt werden. Dort ist das Lufttransportgeschwader 63 (LTG) stationiert. 

„Die Flugzeuge werden in Hohn in Richtung Ost- und Nordsee und südlich von Hamburg starten und dort auch wieder landen“, erläuterte Oberstleutnant Volker Jansen, der stellvertretende Kommodore in Jagel, im gemeinsamen Pressegespräch am Donnerstag mit dem Kommodore in Hohn,  Oberst Hartmut Zitzewitz. Sechs Starts soll es vormittags ab 9 Uhr geben, nachmittags ab 14 Uhr vier.

„Die Tornados werden eineinhalb bis zwei Stunden in der Luft sein“, kündigte Jansen an. Freitagvormittag seien es maximal sechs Starts, am Wochenende sollen die Tornados am Boden bleiben. Zitzewitz kündigte an: „Am Flugbetrieb der Transall wird sich nichts ändern.“ Bis zusammen 50 Starts und Landungen, je nach Aufgaben und Wetter, würden täglich stattfinden.

Die Kampfjets würden die gleichen Start- und Landerouten fliegen wie die Transall. „Über der Rader Hochbrücke haben wir vor der Landung eine Höhe von etwa 1000 Metern, über Rickert noch etwa 500 Meter“, erläuterte Jansen. Starts werde es in Richtung Hohn und Erfde geben. So sehe das Szenario bei Westwind aus, bei Ostwind sei es umgekehrt. 

Jansen und Zitzewitz sind sich einig, dass die Belastung für die Bevölkerung so niedrig wie möglich gehalten wird. So soll es keine Nachtflüge geben, Übungsrunden seien weiterhin nur im Bereich des Flugplatzes Jagel geplant. Der Umzug nach Hohn sei im Interesse der Bevölkerung bewusst begrenzt worden. „Anschließend werden wir die Tornados bis zum 21. August nach Lechfeld/Bayern verlegen“, kündigte Jansen an.

Es gebe nur wenige militärische Flugplätze im Bundesgebiet, die zusätzlich zu ihrem eigenen Flugbetrieb Gäste aufnehmen könnten. Im Übrigen seien auch 80 von 1700 in Jagel stationierte Soldaten betroffen, die dann zeitweise von ihren Familien getrennt werden würden, falls eine Verlegung nicht nach Hohn erfolgen sollte. 

In Jagel seien aufwändige Infrastruktur- und Modernisierungsmaßnahmen erforderlich. Jansen: „Dazu gehören die Komplettsanierung des Towers und eine Halle am Kopfende des Flugplatzes“. wm

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Foto: Sonderstellung: Die Tornados aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 der Luftwaffenbasis in Jagel sind die einzigen in der deutschen Luftwaffe mit der Fähigkeit zur Aufklärung.

Im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ kommen nun auch Soldaten aus Schleswig-Holstein zum Einsatz. Als Konsequenz aus den Anschlägen in Paris will die Bundesregierung vier bis sechs Tornados des Aufklärungsgeschwaders 51 aus Jagel zur Unterstützung der Luftangriffe nach Syrien schicken.

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