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„Tornado“-Ausbildung kommt nach Jagel

Luftwaffe bestätigt: „Tornado“-Ausbildung kommt nach Jagel

Angehende „Tornado“-Piloten der Luftwaffe donnern demnächst wieder über Norddeutschland: Die Luftwaffe zieht die Ausbildung und bis zu 14 Maschinen ab 2017 aus der Wüste New Mexicos ab. 190 weitere Soldaten sollen in die Kaserne bei Schleswig kommen.

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Jagel wird Ausbildungsstützpunkt für Tornados.

Quelle: Frank Behling

Schleswig. Die Luftwaffe verlegt die Ausbildung von „Tornado“-Piloten ab dem Frühjahr 2017 aus den USA auf den Fliegerhorst Schleswig. „Ende 2019 soll der Standort Hollomann in New Mexico vollständig zurückgegeben sein“, sagte ein Bundeswehrsprecher. Die 12 bis 14 Jets des Ausbildungszentrums sollen nach Angaben der Luftwaffe beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ auf dem Fliegerhorst in Jagel und Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg) stationiert werden. Denn der Unterhalt der deutschen Militärmaschinen in den USA gilt als aufwendig und teuer. „Soldaten sind ebenso wie erhebliche Anteile an Ersatz- und Austauschteilen an einem weit entfernten Auslandsstandort“, schreibt die Luftwaffe.

Durch die Verlegung der Ausbildung sollen 190 zusätzliche Dienstposten in Schleswig-Holstein entstehen. Aktuell dienen dem Ausbildungszentrum in den USA rund 490 Soldaten. Unter anderem die Führung der fliegerischen Ausbildungseinrichtungen werde allerdings weiterhin in dem Land bleiben. Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), begrüßte die Verlegung: „Die Stationierung dort kostet jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge“, sagte er: „Es stellt sich ja tatsächlich die Frage, wie effektiv es ist, von den wenigen Maschinen immer noch 10 bis 15 in den USA bereitzuhalten.“

Die Bundeswehr nutzt Holloman seit 1992, zunächst für die Ausbildung auf F4-„Phantom“, seit 1996 auch für „Tornados“. Insgesamt verfügt die Luftwaffe nach eigenen Angaben noch über 85 Maschinen vom Typ „Tornado“. 25 Maschinen sind derzeit in Jagel stationiert. Der Standort ist für bis zu 46 Maschinen ausgelegt. Allein die Miete für die Air-Force-Basis in den USA kostet einem Luftwaffen-Sprecher zufolge 15 Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kämen Personalkosten, für eine deutsche Schule oder die Überführung der Maschinen über den Atlantik.

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Dass die Ausbildung der Tornado-Besatzungen von New Mexico nach Jagel verlegt werden soll, ist zunächst eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein. Dadurch wird das Flugzeug erst 2030 seine letzten Runden zwischen Sylt und Lauenburg ziehen.

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